Lösung des Nahost-Konfliktes
Jordanischer König fordert Marschall-Plan

König Abdullah von Jordanien hat für den Nahen Osten einen Marshall-Plan gefordert. Er sagte, die Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts sei dringender als die Stabilisierung des Irak.

HB BERLIN. Der jordanische König Abdullah II. hat einen Marshall-Plan für den Nahen Osten gefordert. In einer Rede in Chicago betonte er am Freitag, sich schon vor den Attentaten vom 11. September 2001 mit dieser Bitte an die USA gewandt zu haben. Angesichts der terroristischen Bedrohung sei dies nun noch dringender, sagte Abdullah. Den Menschen müsse Hoffnung und eine Alternative zu Hass und Gewalt gegeben werden.

Durch den Marshall-Plan wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Aufbau Deutschlands und in 14 weiteren vom Krieg zerstörten Ländern finanziert. Die Unterstützung lief über vier Jahre und kostete 13 Milliarden Dollar.

Abdullah sagte, die Stabilisierung des Irak sei von großer Bedeutung für den Nahen Osten. Allerdings stehe dieser Prozess hinter einer Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts zurück. Denn um Kämpfer anzuwerben, verwiesen Terroristen immer wieder auf die Lage in den Autonomiegebieten. «Wenn wir das israelisch-palästinensische Problem lösen, sind 90 Prozent des Kampfes vorbei», sagte Abdullah.

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