Lösung für Syrien Putin stichelt gegen den Westen

François Hollande und Wladimir Putin setzen auf eine politische Lösung im Syrien-Konflikt. Doch Hollande machte einen Abgang Assads zur Bedingung für eine Lösung - und kassierte eine spitze Bemerkung.
Update: 02.06.2012 - 04:54 Uhr 23 Kommentare
Wladimir Putin und Francois Hollande setzen ihre Hoffnung in Kofi Annan. Quelle: dapd

Wladimir Putin und Francois Hollande setzen ihre Hoffnung in Kofi Annan.

(Foto: dapd)

Paris/DamaskusMoskau und Paris wollen bei der Lösung der Syrien-Krise auf politische Lösungen setzen. Es gelte, vor allem dem Friedensplan von Unterhändler Kofi Annan zum Erfolg zu verhelfen, sagte Frankreichs Präsident François Hollande nach einem Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin. Eine Lösung ohne den Abgang von Staatschef Baschar al-Assad sei aber undenkbar, betonte Hollande - Assad habe sich durch seine Taten diskreditiert.

Putin sprach am Freitagabend bei seinem Antrittsbesuch in Paris mit seinem französischen Amtskollegen Hollande vor allem über die Syrien-Krise. Die Radikalisierung in Syrien drohe die Situation unkontrollierbar zu machen. „Unser Ziel besteht in der Versöhnung der Konfliktparteien“, sagte er. „Wir wollen allen Parteien helfen, eine politische Lösung zu finden.“ Beide Konfliktparteien müssten sich verständigen.

Mit Blick auf moralische Vorwürfe des Westens an die Adresse Moskaus meinte Putin: „Assad hat häufiger Paris besucht als Moskau.“ Hollande parierte die Spitze mit einem indirekten Verweis auf seinen konservativen Vorgänger Nicolas Sarkozy: „Dafür übernehme ich keine Verantwortung.“ Das sei noch zu dessen Zeit gewesen.

Hollande war nach seinem Wahlsieg Anfang Mai fast zeitgleich mit Putin ins Präsidentenamt eingeführt worden, das dieser jedoch schon früher innehatte. "Das Regime von Assad hat sich in einer Art verhalten, die weder akzeptabel noch tolerierbar ist und hat Taten zugestimmt, die es disqualifiziert", sagte der neue französische Staatschef am Abend auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. "Es ist keine Lösung der Krise denkbar ohne den Rückzug von Baschar al-Assad."

Noch schärfere Sanktionen gegen Syrien seien ein wichtiger Aspekt einer politischen Lösung im Konflikt zwischen dem Assad-Regime und der Opposition. Insbesondere am Veto Russlands sind aber wiederholt härtere UN-Sanktionen gegen die syrische Führung gescheitert.

Putin erklärte, das Thema Sanktionen sollte vor allem vom UN-Sicherheitsrat diskutiert werden. Auch bekräftigte er seine Ablehnung internationaler Initiativen, die einen Rücktritt Assads erfordern. Die Entmachtung eines Staatschefs zur Beendigung eines internen Konflikts führe nicht notwendigerweise zu Frieden.

Dabei verwies er auf Libyen und den Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi. "Ist es dort sicherer geworden", fragte er zweifelnd. Sein Land wolle erreichen, dass die Gewalt in Syrien beendet und ein Bürgerkrieg verhindert werde. Daher sei es kontraproduktiv, den Friedensplan des UN-Sondergesandten Kofi Annan schon für gescheitert zu erklären.

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23 Kommentare zu "Lösung für Syrien: Putin stichelt gegen den Westen"

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  • Solange sie nicht ihre Quelle benennen, schon !

  • Ich bin aber nicht jeder!!!

  • Das kann jeder behaupten !

  • Sorry, aber ich bekomme meine Informationen von Christen aus dem Libanon und von Iranern die hier leben aber immer noch gute Verbindungen in den Raum haben. Nur komisch, dass die so mit dem übereinstimmen was da bei ASR-TV zu sehen ist.

  • Versuchen sie mal die "Seilschaften" dieser "Information" zu verfolgen ,sie kommen über ASR-TV sehr schnell zu " alles schall und Rauch "
    Und darüber können sie nach einigen Recherchen das Lesen :
    Der Rechtspopulismus des Jürgen Elsässer

    von Max Brym
    01/11

    trend
    onlinezeitung

    Seit 2009 gibt es die Volksinitiative gegen das Finanzkapital“. Boss dieser Vereinigung ist der umtriebige ex- Linke Jürgen Elsässer. Elsässer war einst Mitglied im „ Kommunistischen Bund“, um Anfang der neunziger Jahre zum Chefideologen der „Antideutschen“ zu werden. In den neunziger Jahren war Elsässer an der Spaltung der „Jungen Welt“ beteiligt. Er war Mitbegründer der „Jungle World“. Anschließend ging er zu „Konkret“ mit der Begründung, die „Jungle World“ sei ihm nicht antideutsch genug. In dieser Zeit entdeckte Elsässer jede Menge Antisemitismus auch dort, wo keiner gegeben war. Nach seinem kurzen Gastspiel bei „Konkret“ landete er wieder bei der Zeitschrift „ Junge Welt“. Dort entwickelte er ein immer nationalistischeres Programm. Er klagte eine „Einheitsfront von Gauweiler bis Lafontaine“ ein.
    http://www.trend.infopartisan.net/trd0111/t280111.html

  • Wenn die Amerikaner unbedingt einen Krieg wollten könnten sie noch heute damit beginnen , die Israelis würden sogar die Schmutzarbeit machen .
    Das ist absoluter Blödsinn !!! Die USA ist nicht an einem Krieg interessiert .
    Sie Ignorieren die Bilddokumente ?
    Wer hat ihrer Ansicht nach das Massaker angerichtet , wenn es Assad nicht war ? Die Russen ? Der Iran ? Die Hisbollah oder die Hamas ?
    Geben sie uns einen beweis dafür , wir werden sofort entsprechende Mechanismen in die Wege leiten .

  • Reichte es bei Sarkosy gerade noch soweit einen Bonzai Napoleon abzugeben, so reicht es bei dem noch nicht einmal dazu. Das ist ein Komiker (Hollande), ein gefährlicher noch dazu.

  • Da wird doch genau das bestätigt was ich in meinen div. Beiträgen geschrieben habe.

    Wer die USA, GB, Frankreich zum Freund hat, der braucht keine Feinde mehr!!!

    Unsere Partner, eine Freundschaft zwischen Staaten gibt es nicht, sind im Osten. Russland, China, Südost-Asien; Indien, aber nicht im Westen.

  • traumhaft nachbar

    die lage in syrien ist das komplette gegenteil von dem wie man uns weißmachen will, meinungen wie die von energieelite und konsorten kann man komplett ignorieren, jeder der wissen will was wirklich los ist sollte sich das video anschauen.

  • woher wollen Sie wissen, dass der Tod er Kinder nicht wieder eine der Brutkastenlügen der Amis war. Und die scheinen wieder unbedingt Krieg zu wollen. Deswegen werden die Nachrichten über angebliche syrische Gräueltaten in den Westmedien intensiviert. Und bald halt Colin Powell wieder eine bewegende Ree in der UNO-Vollversammlung! Wetten?!
    Den einzigen denen ich trauen würde sind die Historiker des Jahres 2100.

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