Lohn-Ungerechtigkeit
Streik könnte Wahl in Griechenland lahmlegen

Die Mitarbeiter der Städte und Gemeinden wollen während der Griechenland-Wahl streiken. Sie verdienten deutlich weniger als ihre Kollegen bei den Ministerien, sagt die Gewerkschaft und kündigt ein „Chaos“ an.
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AthenDie Neuwahlen in Griechenland könnten von einem landesweiten Streik lahmgelegt werden. Die Gewerkschaft der Angestellten bei Städten und Gemeinden (POE-OTA) kündigte am Donnerstag einen zweitägigen Streik vom 16. bis 17. Juni an. Auch vorbereitende Arbeiten sollen demnach liegen bleiben.

Ihre Mitarbeiter bekämen deutlich weniger Geld für die im Rahmen der Wahlen anfallende Arbeit als Regierungsmitarbeiter, sagte Gewerkschaftschef Themis Balassopoulos. Bei den Wahlen am 6. Mai lag der Lohn für Angestellte einer Stadt demnach bei 60 Euro, während Mitarbeiter des Innenministeriums ein vielfaches davon erhalten haben.

„Das ist eine Provokation“, sagte Balassopoulos und kündigte ein „Chaos“ an.

Die Übergangsregierung teilte mit, sie werde „alles Notwendige“ tun, um eine Störung der Wahlen am 17. Juni zu verhindern. Mitarbeiter von Städten und Gemeinden sind bei Wahlen unter anderem für die Einrichtung er Wahlbüros und Wahlkabinen verantwortlich.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Lohn-Ungerechtigkeit: Streik könnte Wahl in Griechenland lahmlegen"

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  • Frechheit.Ich war seit 1990 bei jeder Wahl Wahlhelfer,freiwillig und unentgeltlich.Aber sowas scheint der Grieche nicht zu kennen.

  • HERRLICH !! Wenn es dieses Volk mit seinen Streikbegründungen nicht gäbe, müsste man es erfinden!

  • Streiks könnten die Wahl in Griechenland lahm legen, nicht nur die Wahlen. Gestreikt wird in der Regel nur dann, wenn das Volk etwas gewinnen kann. In Griechenland gibt es keine Gewinner mehr. Die Euro-Zukunft wurde von der „Elite“ in der Wirtschaft und in der Politik schon verzockt.

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