London
In 10 Downing Street rücken die Möbelpacker an

In der Londoner Downing Street sind am Mittwoch die Möbelpacker angerückt: Wenige Stunden vor der Amtsübergabe von Premier Tony Blair an seinen Nachfolger Gordon Brown wurden die Privaträume des Regierungschefs im Haus Nummer 10 leergeräumt. Zum Abschied bekam Blair noch ein paar warme Worte von US-Präsident George W. Bush mit auf den Weg.

HB LONDON. Vor laufenden Fernsehkameras holten die Möbelpacker von Teppichen über Sessel und Betten bis hin zu den Matratzen die Einrichtungsgegenstände des Noch-Premiers ab. Blair wollte am Mittag bei seiner letzten Fragestunde des Premierministers im Unterhaus Rede und Antwort stehen, ehe er zu Königin Elizabeth II. in den Buckingham-Palast fährt, um seine Rücktrittserklärung zu überreichen. Anschließend wird die Queen als Staatsoberhaupt Blairs Nachfolger Gordon Brown den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen.

Der Machtwechsel wurde von einer neuen Umfrage begleitet, nach der die konservative Opposition erstmals seit Wochen bei den Wählern wieder einen leichten Vorsprung vor der regierenden Labour-Partei hat. Danach würden sich 37 Prozent für die Konservative Partei entscheiden und 36 Prozent für Labour. Die Liberaldemokratische Partei käme auf 12 Prozent.

George W. Bush nahm Blair gegen den Vorwurf in Schutz, er habe sich wie der „Pudel“ des amerikanischen Staatschefs benommen. „Ich habe gehört, dass er 'Bush's Pudel' genannt wurde. Er ist größer als das“, erklärte der Präsident in einem am Mittwoch veröffentlichten Beitrag für die britische Boulevardzeitung „The Sun“. Derartige Vorhaltungen seien „nur Hintergrundgeräusche, eine Ablenkung von den großen Dingen“. Eine Mehrheit der Briten nahm Blair besonders den Einsatz im Irak übel. Deshalb wurde der Premier in britischen Medien oft als „Pudel“ bezeichnet.

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