Lübeck
Fast 2000 Menschen protestieren während G7-Gipfel

Fast 2000 Menschen sind laut Polizei während des G7-Treffens in Lübeck auf die Straße gegangen, um unter anderem gegen Kapitalismus zu protestieren. Auch soll es zu Zusammenstößen mit den Beamten gekommen sein.
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LübeckBeim G7-Außenministertreffen in Lübeck hat es am Dienstagabend nach einer friedlich verlaufenen Demonstration Zusammenstöße zwischen Polizei und G7-Gegnern gegeben. Demonstranten lieferten sich in der Innenstadt ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei, die mit einem Großaufgebot präsent war. Vor dem weiträumig abgeriegelten Rathaus, in dem die Außenminister zusammengekommen waren, drohte die Polizei mit dem Einsatz von Wasserwerfern.

Nach einer Kundgebung waren weit mehr als 1000 Menschen durch die Innenstadt gezogen. Die Polizei sprach zunächst von rund 1000 Teilnehmern und dann von 1800, die Veranstalter von 3000. Sie protestierten gegen das G7-Treffen, gegen Kapitalismus, Krieg, Rassismus und das geplante Freihandelsabkommen TTIP mit den USA.

Nach Auflösung des Demonstrationszuges kündigten Sprecher am Abend Aktionen des zivilen Ungehorsams an. Eskalationen sollte es aber nicht geben, hieß es. Nächstes Ziel war das Rathaus, wo die Außenminister zu Abend aßen. Als sich G7-Gegner dem Gebäude lautstark näherten, wurde zumindest einer von Polizisten zu Boden gebracht. Die Polizei kesselte rund 100 Demonstranten in der Altstadt ein, ließ sie aber nach einer halben Stunde wieder abziehen.

Das Bündnis „Stop G7“ hat indes seine Aktionen gegen das Außenministertreffen in Lübeck für beendet erklärt. Es solle auch am Mittwoch keine Proteste geben, sagte Sprecher Christoph Kleine. „Wir lassen ab sofort den Sicherheitswahn ins Leere laufen.“ Zum Schutz vor Krawallen sind in Lübeck rund 3500 Polizisten im Einsatz.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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