Luftangriff auf Militärflughafen: Rückeroberung der syrischen Armee

Luftangriff auf Militärflughafen
Syrien wirft Israel „Terrorunterstützung“ vor

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Rückeroberung der syrischen Armee

Die syrische Armee übernahm unterdessen nach Beobachterangaben größtenteils die Kontrolle über das von Rebellen gehaltene Tal Wadi Barada in der Nähe der syrischen Hauptstadt. Das Tal ist wichtig für die Wasserversorgung von Damaskus. Die Rebellen hatten kurz vor Weihnachten das Tal und die Pumpwerke der Wasserquellen besetzt. Wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, sei es den Regierungskräften am Freitag gelungen, nach schweren Gefechten bis nah an die Quellen heranzurücken.

Die Türkei und Russland unterzeichneten nach Verhandlungen in Moskau ein militärisches Abkommen über die Koordination von Luftangriffen in Syrien. Ziel des Abkommens sei es, die Sicherheit von türkischen und russischen Luftstreitkräften zu gewährleisten, teilte der Generalstab in Ankara mit. Die Türkei und Russland hatten zuvor eine Waffenruhe zwischen der Regierung und der Opposition in Syrien ausgehandelt, die am 30. Dezember in Kraft getreten war.

In Moskau trafen unterdessen Vertreter der syrischen Opposition zur Vorbereitung von Friedensgesprächen ein, wie die russische Agentur Interfax berichtete. Der Leiter der Delegation und syrische Ex-General, Mustafa al-Scheich, sagte demnach, an den Gesprächen in Astana würden voraussichtlich keine Politiker teilnehmen, sondern lediglich Militärvertreter.

Nach Einschätzung von Beobachtern des Syrienkonflikts ist die in Moskau eingetroffene Delegation jedoch nicht repräsentativ für die zersplitterte syrische Opposition. Mehrere einflussreiche Gruppen hatten gedroht, den Gesprächen fernzubleiben, falls die seit Ende Dezember geltende Waffenruhe nicht eingehalten werde.

Die Gespräche in der kasachischen Hauptstadt Astana sollen am 23. Januar beginnen. Sie werden von Russland, der Türkei und dem Iran vermittelt. Es ist jedoch noch völlig offen, welche Gruppen zu der Konferenz kommen wollen und ob sich die UN beteiligen.

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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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