Luftverkehr
Frankreich fordert Streikende bei Air France

Die französische Regierung bittet die Air-France-Mitarbeiter, ihren Streik beizulegen. Man befürchtet Negativtrends für die kriselnde Wirtschaft des Landes und Verluste in Milliardenhöhe.
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ParisDie französische Regierung hat zu einem Ende des Pilotenstreiks bei Air France aufgerufen. „Dieser Streik lastet schwer auf Air France, auch auf den Finanzen und auf der Attraktivität und dem Image unseres Landes“, sagte Ministerpräsident Manuel Valls. Am dritten Streiktag in Folge mussten erneut rund 60 Prozent der Flüge gestrichen werden. Auch Wirtschaftsminister Emmanuel Macron forderte ein schnelles Ende des Arbeitskampfes. „Wir können nicht akzeptieren, dass ein Land von nur wenigen blockiert wird“, sagte Macron dem Radiosender Europe 1.

Die Gewerkschaft protestiert gegen die Sparpläne des Managements und hat zu einem einwöchigen Streik bis zum 22. September aufgerufen. Sie verlangt für die Flugkapitäne der Billig-Tochter Transavia dieselben Verträge wie bei Air France. Zudem befürchtet sie, dass mit dem geplanten Transavia-Ausbau Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden. Air France zufolge kostet der Streik täglich zehn bis 15 Millionen Euro.

Ähnlich wie die Lufthansa wird Air France von Billig-Rivalen wie Ryanair und Easyjet sowie von den rasant wachsenden arabischen Airlines wie Emirates und dem Air-Berlin -Partner Etihad unter Druck gesetzt. Die beiden europäischen Marktführer wollen mit einem Ausbau des Billig-Angebots und Einsparungen gegensteuern. Die Piloten der Lufthansa hatten ihren zunächst für Dienstag geplanten Streik kurzfristig wieder abgesagt, nachdem die Konzernführung der Gewerkschaft Cockpit einen konkretisierten Vorschlag zur Übergangsversorgung vorgelegt hatte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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