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Luftwaffe im Einsatz: Türkei verschärft Drohgebärden Richtung Syrien

Die Lage im Streit zwischen der Türkei und Syrien wird immer angespannter. Die Regierung in Ankara bezieht nun auch Kampfflugzeuge in die Auseinandersetzungen mit ein. In Deutschland warnt die CDU vor Alleingängen.

Istanbul/AnkaraDie türkische Luftwaffe hat sich nach Berichten türkischer Medien erstmals in die Kämpfe zwischen Regimesoldaten und der oppositionellen Freien Syrischen Armee eingemischt.

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Der türkische Fernsehsender ntvmsnbc meldete am Freitagabend, die türkische Luftwaffe habe mit Kampfjets Bombardements der syrischen Luftwaffe auf die syrische Grenzstadt Asmarin flankiert. Zwei F-16 Jets der türkischen Luftwaffe flogen nach Angaben des Fernsehsenders Warnmanöver an der Grenze. Die türkische Luftwaffe setzte nach Angaben eines Offiziellen ein Kampfflugzeug ein, um einen syrischen Hubschrauber abzudrängen. Der syrische Hubschrauber habe sich der Grenze genähert, um die von Rebellen kontrollierte syrische Stadt Asmarin zu bombardieren, sagte der türkische Offizielle AFP in Ankara.

In der vergangenen Woche war der Grenzkonflikt eskaliert, nachdem syrische Artilleriegeschosse im türkischen Ort Akcakale einschlugen und fünf Zivilisten töteten.

Ankara hatte daraufhin grundsätzlich grünes Licht für einen Militäreinsatz im Nachbarland gegeben. Laut der türkischen Zeitung "Hürriyet", die sich auf Militärkreise beruft, laufen die Planungen für eine mögliche Intervention auf Hochtouren.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz (CDU), hat die Türkei vor Alleingängen im Konflikt mit Syrien gewarnt. "Die Türkei sollte sich bei allem, was sie tut, sehr eng mit der NATO abstimmen und Alleingänge unterlassen", sagte Polenz der "Rhein-Neckar-Zeitung" vom Samstag. Besonnenheit sei "oberstes Gebot", denn eine weitere Eskalation könne "leicht außer Kontrolle geraten und einen Flächenbrand entfachen", sagte Polenz.

Türkische Panzer beziehen an der syrischen Grenze bei Suruc Stellung. Quelle: AFP
Türkische Panzer beziehen an der syrischen Grenze bei Suruc Stellung. Quelle: AFP

In der vergangenen Woche war der Konflikt zwischen der Türkei und Syrien eskaliert, nachdem syrische Artilleriegeschosse in einem türkischen Grenzort geschlagen waren und fünf Zivilisten getötet hatten. Am Freitag drängte die türkische Luftwaffe mit einem Kampfflugzeug einen syrischen Hubschrauber im Grenzgebiet ab. Am Mittwoch hatte die Türkei zudem ein aus Moskau kommendes syrisches Passagierflugzeug mit Kampfjets zur Landung in Ankara gezwungen und einen Teil der Ladung beschlagnahmt.

Vor dem Hintergrund der Spannungen trifft am Samstag der internationale Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi den türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu in Istanbul. Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) ist am Samstag in Istanbul, um Davutoglu zu treffen.

Die Beziehungen zwischen Syrien und der Türkei sind seit der erzwungenen Landung eines syrischen Passagierflugzeugs in Ankara am vergangenen Mittwoch höchst angespannt. Der Streit weitet sich zudem zu neuem Ärger zwischen Russland und den USA aus.

In Äußerungen aus Washington und Moskau ging es am Freitag nicht mehr nur um die Frage, ob an Bord des Flugzeugs militärische Ausrüstung und Munition gewesen waren, sondern auch um die fortdauernde Unterstützung Russlands für das Regime von Präsident Baschar Assad. Das US-Außenministerium warf Russland vor, eine "moralisch bankrotte" Strategie in Syrien zu verfolgen.

"Kein verantwortungsvolles Land sollte die Kriegsmaschine des Assad-Regimes unterstützen", sagte die Ministeriumssprecherin Victoria Nuland in Washington. "Insbesondere sollten es aber die Länder nicht tun, die als Mitglied des UN-Sicherheitsrates Verantwortung für Frieden und Sicherheit in der Welt tragen." Die USA hätten "ernste Sorge", dass Russland Syrien weiterhin militärisch unterstütze.

Zuvor hatte die russische Seite erklärt, dass der Airbus der Syrian Air ausschließlich legale Fracht transportiert habe. An Bord hätten sich elektronische Komponenten für ein Radar befunden, sagte Außenminister Sergej Lawrow. "Das ist durch internationale Regelungen nicht verboten." Das russische Unternehmen, das die Radarteile mit der syrischen Maschine nach Damaskus geschickt habe, werde deren Rückgabe von der Türkei verlangen, kündigte Lawrow an.

  • 13.10.2012, 11:17 Uhrhibbihiphop62

    Ist das System der demokratischen Wahlen in den genannten Länder bedeutend unterschiedlich? Wahlbeobachter sind doch vor Ort? Glauben Sie wirklich das unter solchen Gegebenheiten jemand der russischer Präsident werden möchte Wahlen fälscht? Ist es demokratisch wenn ein Volk nach dem Völkerrecht nach 60 Jahren, nach 67 Jahren immer noch keinen Friedensvertrag hat und so seine Souveränität? Es ist gut kritisch zu sein, doch die Medaille hat immer zwei Seiten.

  • 13.10.2012, 10:51 UhrHarlemjump


    Ich habe hier das System der "demokratischen" Wahl verglichen; nicht die Personen ... obwohl beide korrupt sind.

    Man muss meine Kommentare nur Lesen und auch geistig verarbeiten können.

  • 13.10.2012, 10:32 Uhrhibbihiphop62

    Harlemjump, ich weiß ja nicht welche Presse Sie abonieren, aber Putin mit Mister BUMBUM zu vergleichen ist doch wohl lächerlich. Ein Volk bekommt die Politik die sie wählt und die ist dann demokratisch. Wir wählen auch unsere Verwaltung die versucht demokratisch zu sein wenn auch nicht souverän ist weil Deutschland den 2. Weltkrieg verloren hat und die totale Kapitulation immer noch unser Sein beeinflußt.

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