Luxemburgs Regierungschef gegen Bildung eines Kerneuropas
Juncker: EU-Verfassungsgespräche erst ab Sommer

Luxemburgs Regierungschef Juncker rechnet damit, dass die Verhandlungen über die EU-Verfassung frühestens im nächsten Sommer weitergehen.

HB BERLIN. Nach dem Scheitern des Brüsseler EU-Gipfels schließt der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker eine baldige Wiederaufnahme der Verfassungsdiskussion aus. Neue Gespräche seien nicht vor dem zweiten Halbjahr 2004 zu erwarten, sagte er der «Financial Times Deutschland».

«Egal wie man es macht - eine echte Wiederaufnahme der europäischen Verfassungsverhandlungen wird es erst unter der Präsidentschaft der Niederländer geben», so Juncker. Sollte die Verfassung nicht in Kraft treten, «wird eine Hoffnung zerstört, was immer ein Rückschritt ist».

Juncker hält nach eigenen Angaben nichts von einer Initiative der sechs EU-Gründerstaaten - Deutschland, Frankreich, Italien und die drei Benelux-Länder - zur Bildung eines Kerneuropas.

Im Januar oder Februar könne zwar bereits ein Sondertreffen von Staaten stattfinden, die enger zusammen arbeiten wollten, sagte der Premier. Dies könne «kein Ziel an sich sein, sondern nur die Konsequenz aus der Erkenntnis, dass sich nicht alle gleichzeitig für die europäische Streckenführung entscheiden».

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