Lynndie England droht im Folterskandal Militärgericht
US-Soldatin muss im August vor Militärkommission

Die prominenteste der wegen Gefangenenmisshandlung im Irak angeklagten US-Soldaten, Lynndie England, muss am 3. August vor einer Militärkommission erscheinen.

HB FORT BRAGG. Das beschloss das Militär bei einer Anhörung Englands am Montag auf dem Stützpunkt Fort Bragg in North Carolina. Bei der mehrtägigen Anhörung wird entschieden, ob England vor ein Militärgericht gestellt wird. Der 21 Jahre alten Soldatin werden im Zusammenhang mit dem Folterskandal im Gefängnis Abu Ghoreib Misshandlungen und Demütigungen irakischer Gefangener sowie „unsittliches Benehmen“ vorgeworfen.

England, die schwanger ist, erschien am Montag persönlich zu dem Termin. Ihre Anwälte baten um die Verschiebung der ursprünglich für diese Woche anberaumten Anhörung, weil sie einen neuen Verteidiger einarbeiten wollten. Das Militär gab dem Antrag statt. England äußerte sich nach dem Termin nicht öffentlich. Sie hatte in einem Fernsehinterview nach ihrer Rückkehr aus dem Irak gesagt, sie habe auf Anweisung von Vorgesetzten gehandelt.

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