Machtkampf mit dem Präsidenten
Libanons Ministerpräsident tritt zurück

Der libanesische Ministerpräsident Rafik Hariri ist am Mittwoch zurückgetreten. Gleichzeitig erklärte der Kabinettschef, er sei auch nicht bereit, eine neue Regierung zu bilden. Hintergrund der Regierungskrise in Libanon ist der Machtkampf zwischen Hariri und Präsident Emile Lahoud.

HB BEIRUT. Lahoud gilt alsGünstling Syriens. Hariri war mit kurzen Unterbrechungen zwölf Jahre lang Regierungschef. Der 59 Jahre alte Geschäftsmann und Milliardär wollte eine neue Regierung, in der vor allem Experten sitzen, während Lahoud darin eher Parteipolitiker vertreten sehen wollte.

Ein weiterer Streitpunkt war die Frage, wie die Regierung mit dem von den USA forcierten internationalen Druck umgehen soll, der auf einen politischen und militärischen Rückzug der Schutzmacht Syrien aus Libanon abzielt. Eine entsprechende Resolution hatte der Uno- Sicherheitsrat Anfang September verabschiedet.

Zugespitzt hatte sich die Krise in Beirut in den vergangenen Wochen außerdem, weil Syrien Emile Lahoud zu einer neuen Amtszeit verholfen hatte, was von vielen Parteien des Landes heftig kritisiert worden war.

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