"Mahdi-Armee" ausgeschlossen - Milizen stimmen zu
Milizionäre im Irak werden integriert

Die Milizionäre von neun ehemaligen Oppositionsparteien sollen nach einem Plan der neuen irakischen Übergangsregierung in die Armee und den Polizeiapparat integriert werden.

HB BAGDAD. Iraks Übergangsregierung hat sich mit neun der größten Milizen des Landes auf deren Auflösung verständigt. Für die Miliz des radikalen schiitischen Klerikers Moktada el Sadr gilt das Abkommen nicht.

Die Verhandlungen über die landesweite Wiedereingliederung der Milizen und anderer bewaffneter Gruppen seien erfolgreich abgeschlossen worden, erklärte Ministerpräsident Ijad Allaui am Montag. „Als Ergebnis dieses Erfolgs werden der größte Teil dieser Streitkräfte - etwa 100 000 bewaffnete Einzelpersonen - entweder ins Zivilleben oder in einen der staatlichen Sicherheitsdienste eintreten.“ Alle anderen Gruppen seien illegal, sagte Allaui weiter. „Gegen diejenigen, die Gewalt und Rechtlosigkeit dem Übergang und der Wiedereingliederung vorziehen, wird mit Härte vorgegangen“, sagte er. Die im März ausgearbeitete Übergangsverfassung verbietet Milizen.

Sadr hat zu einem Aufstand gegen die US-geführten Besatzungstruppen aufgerufen. Seine Miliz hatte sich mit US-Soldaten in den vergangenen Wochen heftige Gefechte geliefert, kürzlich hatten sie jedoch in Kufa und dem nahen Nadschaf einen Waffenstillstand vereinbart.

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