Main Street, USA Route 66: Eine Frage der Ehre

Der Mythos Amerikas hat einen Namen: die Route 66. Wir sind ihre 4000 Kilometer von Chicago nach L.A. gefahren, um Amerikas Puls vor der Präsidentschaftswahl zu fühlen. Es entstand das Porträt einer verängstigten Nation - Teil 5: Warum Jugendliche in New Mexico trotz des Kriegs in die Armee wollen.
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Wie tickt Amerika? Auf der Route 66 findet man Antworten. Foto: HB

Wie tickt Amerika? Auf der Route 66 findet man Antworten. Foto: HB

ALBUQUERQUE. "Es ist der amerikanische Soldat, nicht der Priester, der uns Religionsfreiheit gibt. Es ist der amerikanische Soldat, nicht der Journalist, der uns Pressefreiheit gibt. Es ist der amerikanische Soldat, nicht der Schriftsteller, der uns Meinungsfreiheit gibt."

Carlos und Tony, beide 17 Jahre alt, haben diese Zeilen von einem Flugblatt der Armee in einen Rap verwandelt. Halbwegs synchron sprechen sie im Stakkato, während sie das Papier mit dem Gedicht eines Kriegsveteranen auf die Innenseite ihres Schließfachs in einer Highschool im Norden von New Mexico befestigen.

"Es ist der amerikanische Soldat, nicht der Richter, der uns das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren gibt. Es ist der amerikanische Soldat, nicht der Politiker, der uns die Wahlfreiheit gibt."

Kann man diesen Worten widerstehen? Will man angesichts solcher Hymnen nicht selbst Soldat werden und dieser Truppe angehören, die sich so verdient gemacht hat? Carlos und Tony, zwei schlaksige Jungs mit schwarzen, gegelten Haaren, wollen genau das. Soldat werden, Amerika dienen.

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