Mali
Leiterin von französischer Hilfsorganisation entführt

In Mali herrscht seit dem Militärputsch vor vier Jahren Chaos. Immer wieder greifen Islamisten den Staat an, um ihren Einfluss in Westafrika zu stärken. Nun wurde eine unbeteiligte Französin in dem Konflikt verschleppt.
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ParisDie Leiterin einer französischen Kinderhilfsorganisation ist im westafrikanischen Mali verschleppt worden. Nach der entführten Französin werde in Zusammenarbeit mit den malischen Behörden gesucht, teilte das Außenministerium in Paris am Sonntag mit. An dem Einsatz sind nach Angaben aus Armeekreisen auch französische Soldaten der Militärmission Barkhane beteiligt.

Ein Vertreter der malischen Sicherheitskräfte und zwei Abgeordnete hatten bereits am Samstag über die Entführung der Frau berichtet, die neben der französischen auch die Schweizer Staatsbürgerschaft haben soll. Demnach wurde sie von bewaffneten Männern in der nordmalischen Stadt Gao verschleppt.

Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen.

Im Rahmen der Militärmission Barkhane, die sich gegen islamistische Gruppen in der Region richtet, sind in Burkina Faso, Mali, Mauretanien, im Niger und im Tschad 4000 französische Soldaten im Einsatz.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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