"Man kann eine Wirtschaft nicht ewig aufpumpen"
Pimco-Chef Gross kritisiert Greenspan

Bill Gross, Chef der Fondsgesellschaft Pimco, die mit einem verwalteten Vermögen von knapp 400 Mrd. Dollar zu den größten Fondshäusern der Welt gehört, hat die Zinspolitik von US-Notenbankchef Alan Greenspan scharf kritisiert.

DÜSSELDORF. Die für den kommenden Mittwoch erwartete Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) sei unzureichend. "Ich fürchte, dass die Fed zu langsam agieren wird", sagte er dem Handelsblatt (Montagausgabe). Die meisten Experten erwarten eine Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte. Dagegen forderte Gross eine schnelle und deutliche Erhöhung der mit einem Prozent historisch niedrigen Leitzinsen. "Man kann eine Wirtschaft nicht ewig aufpumpen", sagte Gross mit Blick auf die lockere US-Geldpolitik, "man kann nicht durch Gelddrucken reich werden".

Pimco will den Vertrieb seiner Anleihefonds außerhalb der USA ankurbeln. Gross prüft, eigene Berater zu institutionellen Kunden in Europa zu schicken. "Mit der Allianz diskutieren wir derzeit, ob deren Vertrieb oder unsere Pimco-Marketingleute die besseren Absatzchancen haben", sagte Gross weiter. "Wir würden gerne eigene Leute schicken." Allerdings müsse Pimco als Neuling auf dem europäischen Markt "die dortigen Sensibilitäten beachten".

Bislang vertreibt der Münchener Versicherer Allianz Pimco-Fonds in Europa an private und institutionelle Kunden.

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