Manager erwarten Signale zum Reformkurs
Chefs von US-Töchtern beim Bundeskanzler

Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland erntete mit einer Umfrage zur Kapitalismuskritik von SPD-Chef Franz Müntefering kürzlich ein bemerkenswertes Ergebnis: 37,7 Prozent der User bekundeten auf der Homepage der Kammer „grundsätzliche Zustimmung“ zu den Heuschrecken-Thesen des obersten Sozialdemokraten.

HB/dc BERLIN. Lediglich ebenfalls 37,7 Prozent entschieden sich für die erwartungsgemäße Antwort, dass mit „Irritationen bei ausländischen Investoren“ zu rechnen sei. Da nur 114 User an der Umfrage teilnahmen, bleibt das Ergebnis freilich zweifelhaft.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wird es dennoch gerne zur Kenntnis nehmen: Denn er empfängt heute Abend im Kanzleramt eine Delegation von 15 Topmanagern bei Deutschland-Töchtern amerikanischer Unternehmen, die sich von Schröder einige Hinweise darauf erwarten, „dass die Emotionalität aus der Debatte genommen wird“, wie es Dirk Müller, Geschäftsführer der Amerikanischen Handelskammer auf Anfrage formuliert. Unter den Teilnehmern bei der Runde im Kanzleramt sind Carl-Peter Forster, Europa-Chef des Opel-Mutterkonzerns General Motors, Thomas Limberg, Deutschland-Chef von General Electric. Auch die Deutschland-Chefs von IBM, Hewlett-Packard und Pfizer seien dabei, hieß es in Regierungskreisen.

Auch wenn die US-Unternehmen in wirtschaftspolitischen Standortdebatten traditionell eine moderate Tonlage pflegen, verhehlen sie ihre Sorgen nicht. „Wir können bisher nicht behaupten, dass wegen der Kapitalismusdebatte Investoren wegbleiben“, sagt Müller: „Sie belastet aber schon das Image.“

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