Maoisten lenken ein
Abschaffung der Monarchie in Nepal beschlossen

Nach der Einigung auf eine Abschaffung der Monarchie in Nepal wollen die Maoisten in dem Himalaya-Staat sich wieder an der Regierung beteiligen.

HB KATHMANDU. Das kündigte Maoistenführer C. P. Gajurel in der Regierungszeitung „Rising Nepal“ vom Montag an. Er sagte, um weitere Verzögerungen bei der im April geplanten Wahl zur verfassunggebenden Versammlung zu verhindern, würden die Maoisten vermutlich Abstand von ihrer Forderung nach einer Neuverteilung der Ministerien nehmen. Die Maoisten, die vor ihrem Austritt aus der Regierung im September vier Minister stellten, hatten eine Beteiligung am Finanz- und am Verteidigungsministerium gefordert.

Am Sonntagabend hatten sich die regierenden sechs Parteien und die Maoisten auf eine 22-Punkte-Vereinbarung zur Überwindung der festgefahrenen politischen Lage geeinigt. Darin heißt es, dass das Übergangsparlament Nepal in einer Resolution zur Republik erklärt und damit eine Kernforderung der Maoisten erfüllt. Die Abschaffung der Monarchie nach 240 Jahren muss nach der bereits mehrfach verschobenen Wahl von der verfassunggebenden Versammlung formal bestätigt werden. Die Maoisten hatten vor einem Friedensabkommen im November 2006 zehn Jahre lang für die Abschaffung der Monarchie in Nepal gekämpft. König Gyanendra hatte im April 2006 nach Protesten der Demokratiebewegung seine absolute Macht abgegeben.

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