Marktturbulenzen
IWF-Chefin sieht Italiens Glaubwürdigkeit als Hauptproblem

Anleger meiden Italien, die Risikoaufschläge für Staatsanleihen steigen, die Aktienkurse fallen. „Fehlende Glaubwürdigkeit“, meint Christine Lagarde, Chefin des IWF, der die Finanzen des Landes künftig überwachen wird.
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Cannes, BariDie Probleme Italiens an den Finanzmärkten sind nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) durch einen Mangel an Glaubwürdigkeit zu erklären. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte am Rande des G-20-Gipfels im französischen Cannes, dies werde sowohl von der italienischen Regierung als auch ihren Partnern so gesehen. Den angekündigten italienischen Maßnahmen gegen die Krise fehle es an Glaubwürdigkeit, fügte sie hinzu.

Italien hatte in Krisensitzungen am Rande des zweitägigen G-20-Gipfels zugestimmt, seine Finanzen künftig nicht nur von der EU-Kommission, sondern auch vom IWF überwachen zu lassen. Die zuständigen IWF-Experten sollen nach Angaben Lagardes bis Ende des Monats in Italien ihre Arbeit aufnehmen. Geplant seien vierteljährliche Berichte. Durch die Einschaltung des international angesehenen IWF soll das Vertrauen der Märkte gestärkt werden. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi betonte in Cannes, dass er ein IWF-Angebot für Hilfsgelder als „nicht notwendig“ abgelehnt habe.

Die Zinsen für italienische Staatsanleihen stiegen um 0,32 Prozentpunkte auf die Rekordmarke von 6,43 Prozent. Zinsen über sieben Prozent gelten als langfristig nicht tragbar. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sagte in Cannes, die Europäische Zentralbank und der Rettungsfonds könnten helfen. „Die EZB und der Fonds stehen bereit, falls dies nötig ist. Italien ist nicht allein“, sagte er.

Der italienische Präsident Giorgio Napolitano rief die Parteien zum Schulterschluss auf, um die schwere Vertrauenskrise zu meistern. Die Antwort auf die Krise könne nicht allein von der Regierung kommen, sagte Napolitano am Freitag im süditalienischen Bari. Das Land stehe im Zentrum der Sorgen der europäischen sowie internationalen Institutionen und Ministerpräsident Silvio Berlusconi müsse seine Reformverpflichtungen schnell umsetzen.

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Was die G20-Staaten gegen die Krise tun wollen

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  • @ Rattig ja so ist das der Nazikeulenschwinger vergisst nur eins dabei, Wer die Musik bestellt sollte auch zahlen können ansonsten ist er ein Zechpreller. Die Missgeburt Euro geht garnicht 12 Millionen Deutsche sind von akuter Armut bedroht nun gehen die mit Freude zum nächsten Rettungsschirm und Aufstocken bei einer 60 Sunden Arbeitswoche mit 200 % Leistung. Wer wenn nicht du,ist der Nazi? übrigens der Franzose wurde schon zu DM - Zeiten gestützt von den Nazis natürlich also was sollte die Scheisse mit den Euro ? Ja nun stehst du da mit dein geistigen Nazimüll,ein suveränes Volk ist Deutschland nicht, weder Verfassung noch Besatzungsfrei, also was willst du, Schmierenkomidant den Euro gerettet sehen, frag mal einen Harz 4 Empfänger was geht.

  • Die Franzosen werden den gesamten Kontinent mit in den Abgrund ziehen. Italien wird noch einige Zeit von der EZB beatmet werden können. Die Volldeppen aus Deutschland meinen sie könnten in der Club-Med-Affäre als treibende Gutmenschen wirken. Dabei wollen sie nicht merken instrumentalisiert worden zu sein. Warum auch Rücksicht auf den Großteil der deutschen Bürger nehmen - es geht doch um Europa.

  • Guten Tag,... Na da hat die Mumie aber Recht ! Und wo wir schon dabei sind;...... gebt der Ollen mal was zu futtern;... die trocknet ja noch voellig aus! Besten Dank

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