„Marsch der Millionen Masken“
Dutzende Demonstranten nach Ausschreitungen verhaftet

Beim „Marsch der Millionen Masken“ in London haben Tausende gegen die Auswirkungen des globalen Kapitalismus demonstriert. Es kam zu Ausschreitungen mit der Polizei. Auf beiden Seiten gab es Verletzte.

LondonBei einem antikapitalistischen Protestmarsch in London haben sich Demonstranten und Polizisten am späten Donnerstagabend Straßenschlachten geliefert. Protestierende und Sicherheitskräfte standen sich vor dem Buckingham-Palast und vor dem Amtssitz von Premierminister David Cameron gegenüber, wie die Polizei mitteilte. Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen gab es auf beiden Seiten Verletzte.

Die Demonstranten schleuderten Flaschen und Feuerwerkskörper auf die Beamten, wie die Polizei mitteilte. Einige Polizisten seien von ihren Pferden gestürzt, ein Tier sei verletzt worden. Etwa 50 Demonstranten seien festgenommen worden, mehrere Polizisten seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es weiter.

An dem „Marsch der Millionen Masken“ beteiligten sich Tausende Demonstranten, um gegen die Auswirkungen des globalen Kapitalismus zu protestieren. Viele von ihnen trugen Masken wie sie von den Aktivisten des internationalen Netzwerks Anonymous verwendet werden.

Die Polizei gab an, einige Demonstranten seien mit „kriminellen Absichten“ zu der Kundgebung gekommen. Unter anderem sei auch ein Polizeiwagen beschädigt worden. Die Verantwortlichen sollten vor Gericht gebracht werden, hieß es. Die Gewalt sei „vollständig inakzeptabel“.

Der Marsch fand am Tag des alljährlichen Gedenkens an das Scheitern der sogenannten Pulververschwörung des katholischen Offiziers Guy Fawkes in London statt. Fawkes war am 5. November 1605 mit dem Versuch gescheitert, das britische Parlament in die Luft zu sprengen.

Die Aktivisten von Anonymous tragen die Masken mit dem Konterfei von Fawkes als Symbol ihrer Protestbewegung. „Eine Lösung: Revolution“ und „Wessen Straßen? Unsere Straßen“, skandierten die Demonstranten während ihrer Kundgebung am Donnerstag.

„Wir sind hier, um für die Menschen zu sprechen, die niemand hört“, sagte ein Demonstrant der Nachrichtenagentur AFP. Der Protest richte sich „gegen Korruption, Mangel an Privatsphäre und Einschnitte bei ärmeren Menschen“. „Die Regierung repräsentiert uns nicht“, sagte ein anderer.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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