Massaker in Indien
Mindestens 22 Hindus in Kaschmir getötet

Mutmaßliche moslemische Extremisten haben nach offiziellen Angaben am Montag mindestens 22 Hindus erschossen. Die Tat ereignete sich in zwei Dörfern im indischen Teil Kaschmirs.

HB JAMMU. Das Massaker - eines der folgenschwersten seit Monaten - ereignete sich nur wenige Tage vor Gesprächen des indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh mit Kaschmir-Separatisten in Neu-Delhi.

Schauplatz des Zwischenfalls war nach Polizeiangaben der mehrheitlich von Hindus bewohnte Doda-Distrikt rund 170 Kilometer von Kaschmirs Winter-Hauptstadt Jammu entfernt. Zu der Tat, bei der auch acht Menschen verletzt wurden, bekannte sich zunächst niemand.

„Im ersten Dorf haben sie zwölf Menschen getötet und im zweiten zehn“, sagte ein Polizeisprecher. „Danach sind sie im Schutze der Dunkelheit entkommen.“ Einer der Verletzten schilderte einem lokalen Fernsehsender, bewaffnete Militante seien in der Nacht in sein Dorf gekommen und hätten die Menschen aufgefordert, aus ihren Häusern zu kommen: „Sie haben aus jedem Haus einen Mann mitgenommen. Die anderen mussten wieder hereingehen. Sie haben gesagt, dass sie uns später wieder freilassen. Nachdem wir ein Stück gegangen sind, haben sie angefangen, uns zu schlagen und das Feuer eröffnet.“

Im indischen Teil Kaschmirs sind seit Beginn eines Aufstands gegen die indische Herrschaft im Jahr 1989 Zehntausende Menschen getötet worden. Die Himalaya-Region ist zwischen Indien und Pakistan geteilt. Indien wirft dem mehrheitlich moslemischen Pakistan vor, die Kaschmir-Rebellen zu unterstützen.

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