Massaker in Südsudan
Rebellen töten Hunderte nach Ethnie und Nationalität

Im Südsudan haben Rebellen in der Stadt Bentui gezielt nach ethnischer Zugehörigkeit oder Nationalität von Zivilisten gefragt und ihre mutmaßlichen Gegner dann getötet. Die UN berichtet von Hunderten Opfern.
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New YorkIm Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen Hunderte Männer, Frauen und Kinder von Rebellen getötet worden. Das Massaker habe sich in der vergangenen Woche in der Stadt Bentui ereignet, als die Rebellen die Hauptstadt des ölreichen Bundesstaats Unity einnahmen, erklärten die UN am Montag. Die Rebellen hätten gezielt ein Krankenhaus, eine Moschee und eine katholische Kirche angegriffen, in die die Zivilisten geflüchtet seien. Dort hätten die Rebellen dann gezielt nach ethnischer Zugehörigkeit oder Nationalität gefragt und ihre mutmaßlichen Gegner getötet. Im Rundfunk sei zum Teil gezielt zur Vergewaltigung von Frauen rivalisierender Gruppen aufgerufen worden.

Hintergrund ist ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und dem von ihm entlassenen ehemaligen Stellvertreter Riek Machar. Kiir gehört der Volksgruppe der Dinka an, Machar der rivalisierenden Nuer. Der Südsudan ist erst 2011 vom Sudan unabhängig geworden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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