Massendemonstrationen befürchtet
Sicherheitsvorkehrungen für WTO-Treffen verstärkt

Am Mittwoch beginnt im mexikanischen Cancun die fünfte Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO. Zur Sicherheit für 7 000 Delegierten wurden rund 3 500 Polizisten bereit gestellt.

HB CANCUN. Auf der Konferenz wollen sich die Vertreter der 146 Länder vornehmlich mit dem Abbau von Subventionen für die Landwirtschaft und von Zöllen für Agrarprodukte befassen. Aus Deutschland kommen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, Landwirtschaftsministerin Renate Künast, Umweltminister Jürgen Trittin und Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul.

Die örtlichen Behörden rechnen mit mehreren zehntausend Demonstranten in dem fast nur aus Hotels bestehenden Touristenort. Dort sind für den Eröffnungstag ein „Bauernmarsch“ und für Samstag eine weitere Demonstration vorgesehen. Auch so genannte Nicht- Regierungsorganisationen (NGO), wie Umweltschützer oder Hilfsorganisationen für die Dritte Welt, haben mehrere hundert Delegierte nach Cancun geschickt. Ziel sei es, das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit für die schlechte Lage der Entwicklungsländer im internationalen Wirtschaftswettbewerb zu schärfen, erklärte ein Delegierter.

Bei den Beratungen geht es darum, die 2001 in Doha in Katar in Gang gesetzte Welthandelsrunde bis Ende 2004 abzuschließen. Dafür soll ein Zeitplan festgelegt werden. Auch wird schon jetzt eine weitere Ministerkonferenz im kommenden Frühjahr nicht ausgeschlossen. Dabei sind die rund 300 Mrd. Dollar Subventionen der Industriestaaten für die Landwirtschaft das schwierigste Thema. Im Raum steht eine Verpflichtung der Reichen, den ärmeren Entwicklungsländern deutlich entgegen zu kommen. Vom Ergebnis der Agrarverhandlungen machen Länder wie Brasilien und Indien eine Zustimmung bei Themen wie dem Zollabbau für Industriegüter und der Wettbewerbspolitik abhängig.

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