Massenmord-Vorwurf
Weltstrafgericht spricht kongolesischen Milizchef frei

Der Internationale Strafgerichtshof hat in seinem zweiten Urteil den früheren kongolesischen Rebellenführer Mathieu Ngudjolo Chui freigesprochen. Die Beweise reichten demnach nicht aus für die schwerwiegenden Vorwürfe.
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Den HaagDer Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat den ehemaligen kongolesischen Rebellenführer Mathieu Ngudjolo Chui freigesprochen. Die Anklage habe die Schuld des 42-Jährigen für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Kongo nicht zweifelsfrei beweisen können. Es ist das zweite Urteil des Weltstrafgerichtes seit seiner Gründung vor zehn Jahren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es ist schon so, im Zweifel für den Angeklagten, auch wenn's bitter ist.
    Gerichte sind nicht für Rache da. Leider ist es ist es oft schwierig,
    eine direkt Verantwortung nachzuweisen. Das ist ja nicht nur im Fall
    Ngudjolo so, sondern auch bei vielen anderen z. B. Nkunda etc. Ein
    Aufarbeitung der Geschichte und der Verbrechen der Vergangenheit ist
    wichtig, viel wichtiger aber wäre, dass jetzt für eine Stabilisierung
    der Region und für Frieden gesorgt wird. Dazu kann ein Prozess nur
    mittelbar beitragen. Alle an den Verhandlungstisch und nicht eher
    aufhören, bis das gelungen ist! Ansonsten geht es immer so weiter, mit
    Aufrechnungen, Rache, Ausbeutung und Krieg. Was sich von 1999 bis 2003
    ereignet hat, fand auch vorher schon statt und auch nachher. Hört
    endlich auf damit, s. z. B. http://www.hrw.org/drc oder http://www.unhcr.org/pages/49e45c366.html oder http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/wenn-nichts-passiert-werden-wir-seltene-arten-verlieren-73722.html

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