Massenproduktion von Zentrifugen
Iran weitet Atomprogramm aus

Der Iran ist nach den Worten seines Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad bei der Versorgung mit atomarem Brennstoff jetzt unabhängig.

HB TEHERAN. „Der Iran steht seit heute auf der Liste derjenigen Staaten, die in der Lage sind, nuklearen Brennstoff herzustellen“, sagte der Präsident am Montag in einer Rede in der zentraliranischen Nuklearanlage Natans, wo Uran angereichert wird.

Der Iran werde bestimmten westlichen Staaten nicht gestatten, diese Fähigkeiten zu unterlaufen, fügte er hinzu. In einer ersten Reaktion sprach Washington von einem „neuen Zeichen der Missachtung der internationalen Gemeinschaft“, Moskau wertete die Entwicklung als „Herausforderung der Weltgemeinschaft“.

Ahmadinedschad kritisierte erneut die von den Vereinten Nationen (UN) im Atomstreit mit Teheran beschlossenen Sanktionen, die den Iran zur Einstellung der Urananreicherung bewegen sollen. Je nach Grad der Anreicherung kann Uran zivil oder militärisch genutzt werden. Das Land wird verdächtigt, an der Atombombe zu arbeiten. Das hat Teheran strikt zurückgewiesen. Ahmadinedschad bekräftigte am Montag das Recht seines Landes als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrages auf friedliche Nutzung der Kernenergie.

Die jüngste Entwicklung zeige die „vergebene Chance“ für die iranische Führung, die internationalen Sorgen ernst zu nehmen, zitierte der Nachrichtensender CNN den Sprecher des US- Außenministeriums, Sean McCormack. In Moskau sprach Konstantin Kossatschow, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses in der Staatsduma, von einer „direkten Herausforderung der Weltgemeinschaft“.

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