Massenprozess
Iran weist EU-Kritk an Justiz zurück

Bei Kritik von Außen schaltet Irans Führung auf stur. So hat die iranische Rgeierung die Kritik der Europäischen Union wegen des Massenprozesses gegen Regierungsgegner scharf zurückgewiesen. Und auch im Atomstreit schlägt der Iran harte Töne an.

HB TEHERAN. Außenamtssprecher Hassan Ghaschghawi sagte am Montag vor Reportern in Teheran, die Verfahren seien "interne juristische Angelegenheiten" des Irans und nicht Sache der EU. Namentlich kritisierte Ghaschghawi den schwedischen Außenminister Carl Bildt, der von einer Herausforderung für die gesamte EU gesprochen hatte. Schweden führt derzeit die EU-Ratspräsidentschaft.

"Diese Bemerkung, dass ein rechtmäßiger Prozess in einem Land gleichzeitig 27 andere Staaten herausfordert, spottet jeder juristischen Logik", sagte Ghaschghawi.

Auch im Atomstreit schlug der Sprecher einen harten Ton an. "Wir sind nicht gegen Verhandlungen, aber wir erlauben den Weltmächten nicht, uns mit Fristen unter Druck zu setzen", sagte Ghaschghawi. Auf dem G8-Gipfel im Juli im italienischen L'Aquila hatten die westlichen Industriestaaten und Russland dem Iran eine Frist bis September gesetzt, um auf das Angebot zu neuen Gesprächen zu reagieren.

Die internationale Gemeinschaft befürchtet, dass der Iran heimlich die Atombombe bauen will, Teheran wies dies stets zurück. Der Iran will künftig nur noch mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Wien verhandeln und nicht mehr mit den fünf Vetomächten im Weltsicherheitsrat plus Deutschland.

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