Mays Brexit-Plan
Merkel betont Zusammenhalt der EU-Länder

Zur Brexit-Rede der britischen Premierministerin will sich die Bundesregierung vorerst nicht äußern. Indes ruft Bundeskanzlerin Merkel die 27 EU-Länder zum engen Zusammenhalt gegenüber Großbritannien auf.
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BerlinBei den Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien müssen die 27 EU-Länder nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) London geschlossen gegenübertreten. „Das A und O ist, dass sich Europa nicht auseinanderdividieren lässt“, sagte Merkel am Mittwoch nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni in Berlin. „Das werden wir durch sehr intensive Kontakte sicherstellen“, kündigte die Kanzlerin an. Ihr sei an diesem Punkt aber „nicht bange, dass wir da nicht zusammenhalten“.

Nach der Rede der britischen Premierministerin Theresa May, die einen harten Schnitt mit dem Verlassen des EU-Binnenmarktes angekündigt hat, sehe Europa nun klarer. Bei einer deutsch-italienischen Wirtschaftskonferenz ergänzte Merkel, die EU sollte sich die nächsten Jahre aber nicht nur mit Austrittsverhandlungen beschäftigten, sondern sich auch um die Zukunft der übrigen 27 Staaten Gedanken machen. Die Verhandlungen mit London dürften nicht zu einer „Rosinenpickerei“ werden.

Merkel hat sich zudem zuversichtlich geäußert, dass Politik und Industrie bei den anstehenden Brexit-Verhandlungen an einem Strang ziehen werden. „Wir haben uns fest vorgenommen, uns sehr eng abzustimmen und natürlich werden wir das auch in Verbindung mit unseren jeweiligen Wirtschaftsbranchen tun“, sagte Merkel am Mittwoch.

Immerhin habe die Rede der britischen Premierministerin Theresa May einen klaren Eindruck geliefert, wie das Vorgehen aussehen solle. Verhandlungen würden aber erst nach dem schriftlichen Austrittsantrag Großbritanniens beginnen.

Gentiloni betonte, May habe ein bisschen „Butter bei die Fische“ gegeben. Auch Italien setze auf eine solidarische Haltung der EU-Länder und wolle die Freundschaft mit Großbritannien fortsetzen. Wichtig sei gewesen, dass May die britische Verbundenheit zu den Allianzen auf internationaler Ebene bekräftigt habe, unterstrich Gentiloni. Großbritannien ist unter anderem Mitglied im Industriestaaten-Verbund G7 und im Kreis der Industrie- und Schwellenländer G20.

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  • Der Aufruf von Merkel zu Europa kommt zu spät , Europa zerfällt und das hat folgenden Grund
    und der ist bekannt. Das England von Deutschland und Europa vertrieben wurde liegt daran, dass England über Jahrhunderte eine stolze See,-und Großmacht war
    und unter Europa und Deutschland zur Regionalmacht und Art Bundesstaat von Europa eingeordnet wurde. Ein Europa das Merkel mit Millionen Zuwanderer
    meist aus der Türkei , Europa und Afrika so destabilisieren will , bis Europa seine Kultur und Werte verliert und politisch zerfällt bis zur Unkenntlichkeit.

    Als nächstes wird Frankreich aus der EU austreten, wenn Rechtspopulisten die Wahl dieses Jahr gewinnen. Frankreich kann es nicht ertragen, dass England wieder das wird was Franzosen im Herzen tragen. Eine große Nation und nicht mehr von Merkel geführt , nur weil sie die Steuern die Bürger Erwirtschaften zur Erpressung benutzt. Ein Deutschland mit der Wirtschaftskraft von Polen würde Europa anders aussehen lassen.

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