Medien sprechen von Überforderung
Mossad sucht Agenten im Netz

Nach peinlichen Pannen steht der israelische Geheimdienst heftig in der Kritik. Nun wird um Nachwuchs geworben - im Internet.

HB TEL AVIV. Das Schreiben, mit dem der Mossad seit einigen Wochen im Internet Kandidaten für seinen Geheimdienst sucht, liest sich in diesen Tagen wie ein schlechter Scherz: „Wir suchen immer die Besten aus.“ Tatsächlich steht der Dienst immer wieder wegen peinlicher Pannen in den Schlagzeilen. Der jüngste Flop: In der vergangenen Woche wurden in Neuseeland zwei mutmaßliche Mossad-Agenten wegen des Versuchs verurteilt, Pässe zu fälschen. Sie müssen eine Strafe von sechs Monaten absitzen.

Der Mossad könnte überfordert sein, zitiert die „Jerusalem Post“ Experten zur jüngsten Fehlleistung. Er habe zu viele Missionen und zu wenig Spione. Die Agenten müssen nicht nur vor El-Kaida-Attacken auf der Hut sein, sondern auch das iranische Atom-Programm im Auge behalten.

Um den Personalengpass abzubauen, greift der Mossad zu Rekrutierungsmethoden, die für Spione eher unkonventionell sind. Bei der Nachwuchssuche via Internet gibt es keine Geheimniskrämerei – sondern klar formulierte Anforderungen: Die Jobs werden als „herausfordernd und einmalig“ gepriesen. Da werden klinische Psychologen gesucht, die über „Erfahrung im Krisenmanagement“ verfügen. Als Agenten „für Spezialaufgaben“ sind Ingenieure, Manager, Elektriker, Übersetzer, Telekommunikationsexperten und Busfahrer gefragte Experten. Allerdings gibt die Fülle der gesuchten Professionen mitunter auch Rätsel auf. Weshalb sucht der Mossad Kellner, die perfekt englisch sprechen?

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