Medienbericht
Bankenabgabe bei Griechenland-Rettung geplant

Der Privatsektor soll laut Medienbericht über eine neue Bankenabgaben an der Rettung des Mittelmeerstaates beteiligt werden. Es mehren sich aber die Zweifel, dass Griechenland den angeordeten Sparkurs einhalten wird.
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BerlinDie Regierungen der Euro-Länder erwägen einem Zeitungsbericht zufolge, den Privatsektor künftig über eine neue Bankenabgabe an der Rettung Griechenlands zu beteiligen. Die Abgabe solle auch für Kreditinstitute der Euro-Länder gelten, die nicht direkt in Griechenland engagiert seien, berichtete die „Welt“ in ihrer Montagausgabe vorab unter Berufung auf Diplomatenkreise, die mit den Verhandlungen vertraut sind.

Neben der Bankenabgabe solle der Privatsektor zusätzlich über einen Rückkauf griechischer Staatsanleihen zur Rettung des Landes beitragen. In Deutschland ist eine Bankenabgabe bereits beschlossen, um den Steuerzahler in Finanzkrisen zu entlasten. Der an Hilfen für strauchelnde Euro-Länder beteiligte Internationale Währungsfonds (IWF) ist dem Blatt zufolge zunehmend über das europäische Krisenmanagement verärgert. In einflussreichen Teilen des IWF gebe es den Wunsch, sich möglichst nicht an weiteren Rettungsmaßnahmen für Griechenland zu beteiligen.

„Viele Leute im IWF haben die Nase voll“, zitierte das Blatt aus EU-Diplomatenkreisen. Die Vertreter des Währungsfonds hätten auch ernsthafte Zweifel, dass Griechenland das verordnete Sparprogramm in vollem Umfang umsetzen könne. Vor einem Sondergipfel zur Schuldenkrise am kommenden Donnerstag suchen Europas Politiker händeringend nach Lösungen, wie der Privatsektor in Hilfen eingebunden werden könnte. Eine Umschuldung Griechenlands schließt Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht mehr kategorisch aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: Bankenabgabe bei Griechenland-Rettung geplant"

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  • Als nächstes folgen Bankenabgaben für Irland, Portugal, Spanien, Italien , Belgien, Frankreich, Deutschland, ........
    Am besten wäre eine Weltabgabe von 100 % des Vermögens.

  • Eine Bankenabgabe für Griechenland ist absoluter Unsinn. Die Banken und auch andere Gläubiger sind bereits jetzt schon durch die unverantwortliche Finanz- und Wirtschaftspolitik von Griechenland geschädigt worden. Mitschuldig an dem Desaster sind die Regierungen der anderen Euroländer und Brüssel, weil man jahrelang tatenlos die wachsende Verschuldung Griechenlands gesehen hat.

    Griechenland ist de facto insolvent und muß in ein geordnetes Konkusverfahren eintreten.

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