Medienbericht beruft sich auf Geheimdienstdokumente
Bin Laden soll Kontakt zum Irak gehabt haben

Nach Informationen der „New York Times“ hat der irakische Geheimdienst Mitte der 90er Jahre Kontakte zu dem Moslemextremisten Osama bin Laden gehabt. Dabei sei es um eine Kooperation mit saudiarabischen Oppositionsgruppen gegangen, berichtete das Blatt am Freitag unter Berufung auf interne Dokumente des irakischen Geheimdienstes.

HB NEW YORK. Bin Laden stammt aus Saudi-Arabien. Die in dem Dokument beschriebenen Kontakte seien zu einer Zeit geknüpft worden, als die El-Kaida-Gruppe um Bin Laden sich noch nicht ganz dem Terrorismus verschrieben habe.

Dem Dokument zufolge habe der Irak zugesagt, Propagandasendungen gegen Saudi-Arabien auszustrahlen. Eine Bitte Bin Ladens um gemeinsame Aktionen gegen ausländische Truppen in Saudi-Arabien sei hingegen unbeantwortet geblieben. Weitere Hinweise auf eine Zusammenarbeit zwischen dem Irak und Bin Laden hätten sich aus dem Dokument aber nicht ergeben, berichtete die Zeitung.

Diese Erkenntnisse scheinen den Bericht einer US-Untersuchungskommission zu stützen, die zwar Hinweise auf Kontakte zwischen dem Irak und Bin Laden gefunden hatte, eine enge Kooperation zischen ihnen aber nicht feststellen konnte. US-Präsident George W. Bush hatte den Krieg gegen den Irak unter anderem damit begründet, dass der damalige irakische Präsident Saddam Hussein mit der El Kaida zusammengearbeitet habe.

Das der Zeitung vorliegende Dokument stammt vom Irakischen Nationalkongress, einer früheren Exilorganisation, die die US-Führung immer wieder mit Informationen versorgt hat. Viele ihrer Informationen haben sich später aber als falsch erwiesen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%