Medienbericht: Bewaffnete besetzen Parlamentsgebäude auf der Krim

Medienbericht
Bewaffnete besetzen Parlamentsgebäude auf der Krim

Auf der ukrainischen Halbinsel Krim sollen bewaffnete Männer das Parlamentsgebäude besetzt haben. Das Innenministerium versetzt die Polizei daraufhin in höchste Alarmbereitschaft. Auch Russland hat schon reagiert.
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Kiew/SimferopolAuf der ukrainischen Halbinsel Krim haben bewaffnete Männer die Gebäude von Parlament und Regionalregierung besetzt, wie die Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag meldete. Die Männer hätten sich mit Waffen Zugang verschafft, sagte ein Behördenmitarbeiter am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge in Simferopol. Ein Sprecher der Krimtataren teilte mit, die Gruppe trage Uniformen ohne nähere Kennung. Es habe zunächst keine Forderungen gegeben.

Anschließend wurde die ukrainische Polizei in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Das gab der kommissarische Innenminister Arsen Awakow am Donnerstag bekannt. Außerdem erklärte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag, es habe Kampfflugzeuge an den westlichen Grenzen des Landes in Kampfbereitschaft versetzt. Das berichtete die Agentur Interfax.

Am Mittwoch war es vor dem Parlament in der Regionalhauptstadt Simferopol zu Feuergefechten zwischen pro- und antirussischen Demonstranten gekommen. Dabei wurden mindestens 20 Menschen verletzt. Ein Mensch starb an Herzversagen.

Insgesamt hatten rund 20 000 Krim-Tataren lautstark ihre Unterstützung für die neue politische Führung in Kiew gezeigt. Eine kleinere Gruppe pro-russischer Gegendemonstranten machte indessen Stimmung für eine engere Anbindung an Moskau. Die Krim-Tataren sind Muslime und haben sich aktiv an den Protesten gegen Ex-Präsident Viktor Janukowitsch beteiligt. Sie wollen sich von Russland abgrenzen, denn im Zweiten Weltkrieg wurden sie vom damaligen sowjetischen Machthaber Josef Stalin im großen Stil verfolgt und deportiert.

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Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte

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  • Ria Novosti meldet, dass es sich bei den Besetzern nach deren Angaben um "Selbstverteidigungskräfte" der russischsprachigen Bevölkerung handele. Siehe:

    http://de.ria.ru/politics/20140227/267931282.html

    Es sieht so aus, dass den Putschisten von Kiew der schnelle Durchmarsch nicht gelingen wird.

    Der Westen wäre daher gut beraten, endlich die Politik des Kalten Krieges gegen Russland, die Politik Unterstützung von gewalttätigen Putschisten in Kiew, die Politik der militärischen Einkreisung Russlands und des Aufstellens von Raketen an den russischen Grenzen aufzugeben und einen fairen und gleichberechtigten Dialog mit Russland anzustreben.

    Nur auf diese Weise kann eine gefährliche Konfrontation, wie sie der Westen durch sein leichtfertiges, unverantwortliches Spiel mit dem Feuer heraufbeschworen hat, verhindert werden.

    Europa hat andere Interessen als die USA. Europa braucht eine langfristige und friedliche Partnerschaft mit Russland.

    Die USA dagegen wollen die Weltherrschaft. Sie wollen daher die Ausgrenzung Russlands und seinen Ausschluss aus internationalen Entscheidungsprozessen.

    Europa sollte sich endlich vom US-Vasallenstatus befreien.

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