Medienbericht
Blair wird neuer Sonderbeauftragter für Nahost

Der scheidende britische Premierminister Tony Blair wird nach einem Bericht des amerikanischen Fernsehsenders CNN neuer Sonderbeauftragter des so genannten Nahost-Quartetts. Doch der Job ist alles andere als einfach. Wegen der schwiergen Situation legte sein Vorgäger das Amt freiwillig nieder.

HB LONDON. Eine offizielle Erklärung sei für diesen Mittwoch geplant, meldete der US-Sender CNN am Dienstag unter Berufung auf Diplomaten des US-Außenministeriums und des Nahost-Quartetts, dem neben den USA auch EU, Vereinte Nationen und Russland angehören. Blair scheidet an diesem Mittwoch als Premierminister aus.

Führende Palästinenser stimmen Medienberichten zufolge dem von Washington ausgehenden Vorschlag ebenso zu wie Israel. Der Brite soll den palästinensischen Behörden beim Aufbau von politischen und wirtschaftlichen Institutionen für einen lebensfähigen Staat helfen. Ein ähnliches Amt hatte bis April 2006 der frühere Präsident der Weltbank, James Wolfensohn, inne. Dieser hatte sein Amt wegen der schwierigen Lage im Nahen Osten nach dem Wahlsieg der radikal- islamischen Hamas vor mehr als einem Jahr niedergelegt.

Auch der russische Präsident Wladimir Putin hat Zustimmung zur der bevorstehenden Ernennung Blairs signalisiert. Putin hoffe, dass Blair seine reichen Erfahrungen in der Regierung und Außenpolitik nun in der internationalen Arena anwenden werde, zitierte ihn die Agentur Interfax am Dienstag in Moskau unter Berufung auf den Kreml. Putin und Blair hätten auf britische Initiative telefonisch über die Beziehungen ihrer beiden Länder gesprochen. In Moskau gilt die Mission Blairs wegen der führenden britischen Beteiligung am Irakkrieg als heikel.

In Jerusalem hatte das Nahost-Quartett am Dienstag auf Botschafter- und Gesandtenebene getagt. Nach britischen Medien stand dabei die Berufung Blairs zum Nahost-Sondergesandten im Mittelpunkt.

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