
China und andere asiatische Investoren werden einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich einen großen Teil des Rettungspaketes für Portugal mit dem Kauf von Anleihen finanzieren. Nach einem Bericht der „Financial Times“ sagte der Chef des Euro-Stabilitätsfonds EFSF, Klaus Regling, am Mittwoch, die Regierung in Peking sei an den Auktionen eindeutig interessiert.
Das große Interesse von Investoren in Asien und anderen Regionen zeige das neue Vertrauen in den Euro als Währung, wurde Regling zitiert. Er räumte demnach aber ein, dass das Hauptmotiv die Geldanlage ist. Der Bericht sorgte am Donnerstag für Kursgewinne des Euros in Fernost.
Der EFSF will Mitte Juni die ersten Anleihen für das 78 Milliarden schwere Rettungspaket für Portugal begeben. Zunächst werden Papiere mit einer zehnjährigen Laufzeit im Wert von drei bis fünf Milliarden Euro versteigert.
Ich habe es vor einer Weile schon mal geschrieben.
Wenn Äthiopien und Eritrea Anleihen von Euroländern kaufen,
spätestens dann werde ich meine Dollars verkaufen.
Dann wird der Euro wohl nicht mehr zu halten sein.
Es sind keine Anleihen von Portugal, sondern EZB-Anleihen, die zur Finanzierung von Krediten für Portugal aufgelegt sind.
Der Unterschied: über die EZB haftet Deutschland mit. Da ist es kein Wunder, dass andere Länder an diesen Anleihen interessiert sind.
Das Versprechen Chinas portugiesische Anleihen zu kaufen um den Fall zu verhindern, dass Portugal diesen Not-Kredit beantragen musss, ist leider nie erfüllt worden. Dieser Anleihe-Kauf hat eine ganz andere Qualität.
China bietet überall dort Geld an, wo der Pleitegeier fliegt. In Island bekamen Sie ja eine Abfuhr.
Es ist vorstellbar, dass die liebe Frau Merkel die Chinesen inoffiziell ermutigt, Anleihen zu kaufen, damit der Euro stabil bleibt. Alles, aber keine richtige Lösung der Problematik wird geboten. Nur Machterhalt bzw. Zuspielen von Bällen.
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