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Medienbericht : Deutsche Euro-Garantien klettern auf 400 Milliarden

Deutschland trägt mit 211 Milliarden die Hauptlast der Garantien beim Euro-Rettungsschirm EFSF. Unbeachtet bleibt dabei aber das Zinsrisiko. Laut Medienbericht kann die Haftungssumme auf 400 Milliarden Euro steigen.

Euro-Rettungsschirm: Wie hoch sind Deutschlands Garantien tatsächlich? Quelle: dpa
Euro-Rettungsschirm: Wie hoch sind Deutschlands Garantien tatsächlich? Quelle: dpa

Frankfurt Das deutsche Haftungsrisiko für den erweiterten Euro-Hilfsfonds EFSF wird mit 400 Milliarden Euro rund doppelt so hoch sein wie offiziell verbreitet. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in ihrer Samstagsausgabe. Unter Einschluss der Zinszusagen, die der Hilfsfonds eingeht, wenn er sich refinanziert, wird sich der eigentliche Garantierahmen im Extremfall verdoppeln, wie die Zeitung unter Berufung auf Berechnungen der Deutschen Bank berichtet.

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Die deutschen Gewährleitungen für den EFSF steigen nach dem Gesetzentwurf von 123 Milliarden Euro auf 211 Milliarden Euro. Hinzu kommt nach dem alten und neuen Recht ein Puffer von 20 Prozent. Deutschland geht damit ein erheblich höheres Risiko ein, als Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im Bundestag erkennen ließ. 

Das Bundesfinanzministerium sprach am Freitag in Berlin von „sehr hypothetischen Grundannahmen“ und einem „unrealistischen Extremszenario“. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa würde dieser Fall etwa eintreten, wenn ein Land die maximale Summe von EFSF-Hilfskrediten von 440 Milliarden Euro auf einen Schlag bekäme und es dennoch am nächsten Tag zahlungsunfähig würde. Auch enthalten die Berechnungen der Deutschen Bank zahlreiche Variablen.

Euro in der Krise

Der EFSF-Garantierahmen soll im Zuge der vereinbarten Erweiterung auf 780 Milliarden Euro aufgestockt werden. Davon schultert Deutschland eben jene Bürgschaften in Höhe von 211 Milliarden Euro, einschließlich eines Risikopuffers könnten es bis zu 253 Milliarden Euro sein.

Der Rettungsfonds, von dessen 440-Milliarden-Kreditvolumen bereits gut 40 Milliarden Euro zur Finanzierung Irlands und Portugals vergeben sind, soll die Währungsunion stabilisieren und zu diesem Zweck so schnell wie möglich Vorsorgekredite bereitstellen, Staatsanleihen aufkaufen und Banken mit Finanzspritzen auffangen. Der EFSF ist befristet, ab Mitte 2013 soll er vom unbefristeten Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) abgelöst werden.

Der EFSF muss in den nationalen Parlamenten der Euro-Zone abgesegnet werden. Der Bundestag stimmt Ende September über den neuen Fonds ab, die Kanzlermehrheit der schwarz-gelben Koalition steht wegen zahlreicher Abweichler auf der Kippe.

  • 19.09.2011, 02:42 UhrAnonymer Benutzer: Goebel

    Wo sind aber die fehlende Milliarden geblieben?
    Irgendwo, bei Irgendjemand müssen sie gelandet sein?

  • 17.09.2011, 20:07 UhrPandora0611

    Die Aussage ist falsch!
    ------------
    Zitat:
    Deutschland hat von Griechenland kaum was gekauft abgesehen von Olivenöl.
    Zitat Ende:

    Deutschland kauft auch Oliven, Schafskäse, Wein (Retsina); und früher, als es noch die Drachme gab, haben sie dort auch Urlaub gemacht.

    Causarum enim cognitio cognitionem eventorum facit!

  • 17.09.2011, 19:11 UhrAnonymer Benutzer: Roesler

    Was ist der Unterschied?

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