International

_

Medienbericht: Deutschland blockiert Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien

Zwei umfangreiche Rüstungsdeals zwischen Frankreich und Saudi-Arabien können nicht abgeschlossen werden, weil Deutschland die dafür benötigten Zulieferungen von Daimler blockiert. Das berichtet die Zeitung „Les Echos“.

Bei dem Deal geht es unter anderem um 264 Truppentransporter. Quelle: dpa
Bei dem Deal geht es unter anderem um 264 Truppentransporter. Quelle: dpa

ParisDie Bundesregierung blockiert einem französischen Medienbericht zufolge zwei umfangreiche Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien. Es gehe um insgesamt etwa 350 von der saudi-arabischen Nationalgarde bestellte Fahrzeuge im Wert hunderter Millionen Euro, berichtete die Tageszeitung „Les Echos“ am Montag unter Berufung auf übereinstimmende Quellen.

Anzeige

Rüstungsindustrie Das sind Deutschlands größte Ballermänner

  • Rüstungsindustrie: Das sind Deutschlands größte Ballermänner
  • Rüstungsindustrie: Das sind Deutschlands größte Ballermänner
  • Rüstungsindustrie: Das sind Deutschlands größte Ballermänner
  • Rüstungsindustrie: Das sind Deutschlands größte Ballermänner

Die Fahrzeuge seien bei den französischen Rüstungsfirmen Nexter und Lohr in Auftrag gegeben worden und auf Zulieferungen des deutschen Autobauers Daimler angewiesen, für die in Deutschland bislang keine Ausfuhrgenehmigung erteilt worden sei.

Militärmächte Der globale Rüstungswettlauf

  • Militärmächte: Der globale Rüstungswettlauf
  • Militärmächte: Der globale Rüstungswettlauf
  • Militärmächte: Der globale Rüstungswettlauf
  • Militärmächte: Der globale Rüstungswettlauf

Dem Bericht zufolge geht es bei dem Geschäft um 264 Truppentransporter des Typs Aravis von Nexter sowie 15 Krankenwagen und 68 Radfahrzeuge zum Einsatz in der Luftabwehr des Typs MPCV von Lohr. Robert Lohr, Chef des Unternehmens, sagte der Zeitung, Daimler habe mitgeteilt, dass die notwendigen Genehmigungen zu Beginn des kommenden Jahres vorliegen sollten.

Waffenexporte

In Deutschland hatte es erst vor wenigen Wochen nach Berichten über ein umfangreiches Panzergeschäft mit Saudi-Arabien eine Debatte über Rüstungsexporte in das Land gegeben. Sie stoßen wegen der dortigen Menschenrechtslage regelmäßig auf scharfe Kritik. Die Bundesregierung äußert sich zu solchen Geschäften mit Verweis auf die geheimen Beratungen im zuständigen Bundessicherheitsrat nicht.

 

  • 24.12.2012, 13:23 UhrDrCoaleonesErbengemeinschaft

    Bitte beim Tricksen nicht erwischen lassen. Könnte doch sein, das sich die französische und die deutsche Regierung gegenseitig Schuld zu weisen, mangels Courage, damit aufzuhören, Frieden mit immer mehr Waffen zu schaffen. Für umfunktioniertes Material zu Kriegsmaterial gilt das ebenfalls.

    Auf der anderen Seite haben beide Regierungen recht. Wo die Moral im Eimer, die Ethik gar nicht vorkommt, da wäre es doch sehr unschön, die Potentaten solcher Länder zu verdammen. Jede ZEIT hat seine ZEIT, auch die der Wiederkehr zur Selbsterkenntnis.

    1 Finger auf andere, vier auf einen selbst.

  • 24.12.2012, 12:50 Uhrkat7

    Gut so, nichts liefern in ein Land in dem Köpfen noch normal ist, und ab und zu auch gekreuzigt wird.

    http://www.saudigazette.com.sa/index.cfm?method=home.regcon&contentID=2009080545807

    Lasst die erstmal aus ihrem Mittelalter kommen.

  • 24.12.2012, 11:00 UhrRevisor

    Na und ? Ist die Rgierung nicht dazu gewählt, deutsche Interessen zu vertreten.

    Im Übrigen, kann man "Truppentransporter" viel besser gegen Demonstranten einsetzen, wie das Beispiel Oman zeigt, als Panzer.

  • Die aktuellen Top-Themen
Ägypten: 27 Tote bei Anschlag auf Sinai-Halbinsel

27 Tote bei Anschlag auf Sinai-Halbinsel

Nahe der ägyptischen Stadt Al-Arisch ist eine Autobombe explodiert. Mindestens 25 Soldaten wurden getötet. Der Präsident rief für den Abend eine Sitzung des Nationalen Verteidigungsratsrats ein.

Republikflucht aus der DDR: „Mir reicht's, ich hau ab“

„Mir reicht's, ich hau ab“

Der Potsdamer Mathias Luther floh 1986 über Ungarn in den Westen. Wenn er heute zurückblickt, kann er es selbst kaum glauben, wie viel Glück er damals hatte. Ein Rückblick auf die deutsche Teilung.

Warnbrief an Genossen in Thüringen: SPD-Aufstand gefährdet Rot-Rot-Grün

SPD-Aufstand gefährdet Rot-Rot-Grün

Bei der SPD in Thüringen wächst der Widerstand gegen ein Bündnis mit der Linken. Ein Genosse warnt gar in einem offenen Brief vor dem Ende seiner Partei. Ungemach droht dem Linksbündnis-Plan auch aus einem anderen Grund.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International