Medienbericht Euro-Zone berät über Kapitalnot der Banken

Auf dem Interbankenmarkt schrillen die Alarmglocken - die Banken leihen sich kaum noch Geld. Nach unbestätigten Berichten beraten Vertreter der Euro-Länder und der Finanzaufsicht bereits über neue staatliche Hilfen.
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Dunkle Wolken über den Hochhäusern der Banken in Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Dunkle Wolken über den Hochhäusern der Banken in Frankfurt am Main.

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BrüsselVertreter der Euro-Länder wollen nach Angaben aus EU-Kreisen am heutigen Dienstag über mögliche staatliche Kapitalverstärkungen von Banken beraten. An der Zusammenkunft der Euro-Finanzstaatssekretäre nähmen auch Abgesandte der Europäischen Finanzaufsicht EBA teil, hieß es in den Kreisen in Brüssel.

„Der Grund für das Treffen ist, dass sich die Konditionen der Banken zur Kapitalaufnahme verschlechtert haben“, sagte ein EU-Vertreter nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. Die EBA in London bestätigte auf Anfrage, dass das Treffen stattfindet, wollte sich aber nicht zu den Inhalten äußern.

Allerdings häufen sich die Anzeichen, dass die Lage sehr angespannt ist. Die Situation am Interbankenmarkt sei „grauenhaft“, sagte ein Disponent am Dienstag. „Irgendetwas muss passieren. Vielleicht wird die EZB-Sitzung am Donnerstag wieder für etwas Entspannung sorgen, aber mit Worten allein ist es auch nicht mehr getan.“

Angesichts des wachsenden Misstrauens infolge der Schuldenkrisen auf beiden Seiten des Atlantiks und der Verwerfungen an den Aktienmärkten leihen sich Banken derzeit untereinander immer weniger Geld. Die Tagesgeldsätze bewegten sich am Dienstag nur wenig. Disponenten nannten eine Spanne zwischen 0,78 und 0,81 Prozent.

Die eintägigen Einlagen der Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) erreichten am Montag einen neuen Rekordstand für dieses Jahr von 166,845 Milliarden Euro, teilte die EZB am Dienstag mit. Die Höhe der Banken-Einlagen bei der EZB ist ein Indikator für den Interbankenverkehr und damit für das Vertrauen der Banken untereinander: Die Banken deponieren ihr überschüssiges Geld lieber bei der sicheren Zentralbank, statt es zu besseren Zinssätzen untereinander zu verleihen.

Beim Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008 nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers war der Interbankenverkehr nahezu zum Erliegen gekommen. Damals lagen zeitweise 200 Milliarden Euro im EZB-Depot.

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  • Jiha man; frag mal bei Dan Brown an; dr braucht immer wieder abgedreht Ideen für seine Bücher.

    MFG,
    die CIA, Bilderberger, Rockefellers, Juden und so Weltbeherrscher eben

  • @Zeitzeuge: war ja klar, dass der Herr Paranoia das so sieht, gell?

  • Jetzt ist die richtige zeit, um Banken zu shorten. Mach ich seit Monaten und fahre gut damit...

  • ????

  • Die EZB müsste nur ihren Zinssatz für Übernacht-Einlagen von 0,75% auf minus 1% ändern, schon hätte der Spuk ein Ende.

    Da die EZB aber von den Interessen der Finanzindustrie gesteuert wird, wird das nicht passieren.

  • So viele "Schwarze Peter" kann ein Schäuble dann doch nicht in den Händen halten: "Lügen haben kurze Beine" sagt ein alter Spruch, der in dem konkrten Fall noch ein gnaz anderes "Geschmäckle" bekommt... Ich bin gespannt auf morgen (Urteil BVerfG).

  • @ updated : schon geschickt gelogen, nichtwahr PSYOPS-Agent! Die Wahrheit ist unbestechlich, auch wenn Ihr immer noch auf die viele Luft in den Köpfen der Deutschen baut! Geh mal schon prophylaktisch zum Wendehaltraining, vielleicht gibt es hinterher wieder geung Posten, wo Du dein Geld ohne "richtig" arbeiten zu müssen verdienen kannst! Aber Vorsicht, bei einer 360-Grad Drehung ist Schluß (kleiner Tipp für die, die 1989/90 schon mal dabei waren, dummerweise gibt es mindestens eine Kopie der Stasi-Akten außerhalb der BRD und der USA und die Russen sind für kleine Beträge auch gern behilflich). : )))))

  • Wenn nun ein Zusammenbruch des Zahlungsverkehres zu erwarten ist, ist das wohl einer der unerwarteten Rückschläge für Herrn Schäuble, der sich ja auch gegen Konjunkturmaßnahmen in der jetzigen Abkühlungsphase ausgesprochen hat: Er hat bereits alle Mittel für die "Rettungsmaßnahmen" für den "EU-Turmbau zu Babel" verplant. Nun könnten noch mehr Abgeordnete kalte Füße bekommen und Merkel und ihm die Gefolgschaft verweigern. Ebenso schwankt nun die Mär vom möglichen ausgeglichenen Haushalt in den kommenden Jahren noch stärker: Schäubles "Lebenswerk", das große EURO-Finanzlügengebäude und der Traum vom EU-Zentralismus, in dem er bei der Verteilung der Sessel für die obersten Diktatorenposten keinesfalls zu kurz kommen möchte, droht einzustürzen (mit einer Bundeskanzlerschaft ist es offensichtlich nie was geworden). Wer ihn unterstützt, toleriert, sich am Aufbau dieser Diktatur beteiligt, schädigt die Völker Europas, allen voran das deutsche Volk. Merkt Euch die Namen, Gesichter und ihre Taten!

  • ...Weil ein Ausschnitt eben noch nicht das Ganze ausmacht?
    Sehen Sie bitte, jaben Sie kein Brotmesser im Hause, weil damit auch renitente Eheleute sich gegenseitig damit massakriert hatten?

    Grob verkürzte Information kann man auch Desinformation nennen - gleich in wessen Interess btw.

    Das Vertragspapier wird im übrigen zur Gänze allgemein zugänglich im Internet verfügbar gehalten.

    Seriöse Interpretationsangebote - man glaubt es kaum, die gibt auch im Internet.

    Deswegen kann man als Demokrat auch auf teuer gemacht aussehende billige Propaganda durchaus verzichten.



  • Alle Zitate dieses Videos stammen wörtlich aus dem vorliegenden Vertragsentwurf. Alleine diese Zitate erscheinen eher aus einem Science-fiction zu stammen. Der reinste Horror! Was gibt es da zu relativieren?

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