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Medienbericht: EZB prüft Kauf von faulen Krediten aus Südeuropa

Kritiker sehen darin eine Verletzung des Mandats der Europäischen Zentralbank. Dennoch möchte die EZB offenbar selbst Schrottpapiere aus Südeuropa aufkaufen. Im EZB-Rat sei eine Mehrheit für diese Maßnahme möglich.

Die EZB im Kampf gegen die anhaltende Krise. Quelle: dpa
Die EZB im Kampf gegen die anhaltende Krise. Quelle: dpa

BerlinZur Bekämpfung der Schuldenkrise wird bei der Europäischen Zentralbank (EZB) einem Zeitungsbericht zufolge derzeit der Aufkauf fauler Kredite aus Südeuropa geprüft. Zahlreiche Notenbanker seien dafür, entsprechende Darlehen aufzukaufen, berichtete die Zeitung „Die Welt“ am Mittwoch laut Vorabbericht unter Berufung auf Notenbankkreise. Damit würde die Zentralbank jedoch in den Augen von Kritikern ihr Mandat verletzen und erhebliche Verlustrisiken eingehen.

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Unternehmen in Euro-Krisenstaaten wie etwa Spanien oder Italien haben enorme Probleme, Kredite zu bekommen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte nach der Senkung der Leitzinsen auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent in der vergangenen Woche weitere Initiativen zur besseren Kreditversorgung der Unternehmen angekündigt.

Weidmanns Kritik an der EZB Der einsame Ritt des Bundesbankers

Die Bundesbank gilt als Hort der Preisstabilität. Doch mit ihren Dauerattacken auf die EZB-Krisenpolitik setzt sie ihren guten Ruf aufs Spiel. Die neueste Volte sorgt in der Politik und bei Experten für Kopfschütteln.

Er erklärte, dass mit verschiedenen europäischen Institutionen darüber beraten werde, wie der Markt für forderungsgesicherte Wertpapiere (asset-backed securities, ABS) angeschoben werden könne. Dort können Banken ihre mit Sicherheiten wie Immobilien versehenen Unternehmenskredite zu Paketen schnüren und diese am Markt verkaufen.

Anders als bisher bekannt gehe es der EZB nicht nur darum, die Rahmenbedingungen für solche Kreditverbriefungen zu verbessern, berichtete „Die Welt“. Im Gouverneursrat werde darüber diskutiert, ob die Zentralbank nicht selbst solche ABS-Papiere aufkaufen könnte.

Eine Mehrheit im EZB-Rat für einen solchen Vorstoß sei gut möglich. Es gebe jedoch auch erbitterte Gegner der Maßnahme. Die EZB war zunächst nicht zu einer Stellungnahme erreichbar.

  • 08.05.2013, 13:50 UhrBuerge-r

    Die Angriffe von Teilen der französischen Linken auf Deutschland finden laut Bericht des Handelsblattes gestern wenig Echo in der französischen Bevölkerung. Angeblich hat Merkel bei dieser mit 58% mehr Zustimmung als diese Traumtänzer. Ich vermute deshalb, dass die nationalistischen Ausfälle der französischen Linken vor allem Rückzugsgefechte sind, die vor allem beweisen, dass denen das Wasser bis zum Hals steht, sie sich gehörig in die Sackgasse manövriert haben und sich selbst in den ungeignetsten äußeren Feind dankbar hineinsteigern können.

    Prof. Sinn weißt heute in der FAZ im übrigen mit Recht darauf hin, dass die Angriffe auf Deutschland letztlich ein Stellvertretergefecht sind und eigentlich dem Markt gelten, denn dieser fordert ja letztlich die nachhaltige Finanzpolitik bzw. bestraft eine fehlende mit Risikoaufschlägen. Deutschland ist nur gezwungenermaßen dessen Sprachrohr, weil es von irren, sich als Volksvertreter ausgebenden Polittölpeln illegal in die Haftung für souveräne Völker verwickelt wird.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/gastbeitrag-von-hans-werner-sinn-die-argumente-von-george-soros-stechen-nicht-12175742.html

  • 08.05.2013, 12:42 UhrRic

    Es brodelt gewaltig, nicht nur in der EZB. Der Euro entwickelt sich zum Unfriedensprojekt auf allen Ebenen.

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    Frankreichs Linke träumt von Bund gegen Deutschland

    In Frankreich geht die Angst um, in eine europäische Statistenrolle verbannt zu werden. Die Linke im Land träumt deshalb von einem "lateinischen" Bund mit Spanien und Italien – gegen Deutschland.

    http://www.welt.de/kultur/article115976016/Frankreichs-Linke-traeumt-von-Bund-gegen-Deutschland.html

  • 08.05.2013, 12:22 Uhrkubitzki

    Komisch ist, dass bei den massiven Entwertungen in Deutschland Merkel, Schäuble, Steinbrück, Gabriel und Trittin nicht zu hören sind!!! Das spricht doch Bände, dass man diese massiven Entwertungen einfach hinnimmt und schweigt. Das Wahlvolk kann ja nur noch die AfD wählen, weil alle Altparteien maßlos versagen.

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