Medienbericht: EZB prüft Kauf von faulen Krediten aus Südeuropa

Medienbericht
EZB prüft Kauf von faulen Krediten aus Südeuropa

Kritiker sehen darin eine Verletzung des Mandats der Europäischen Zentralbank. Dennoch möchte die EZB offenbar selbst Schrottpapiere aus Südeuropa aufkaufen. Im EZB-Rat sei eine Mehrheit für diese Maßnahme möglich.
  • 23

BerlinZur Bekämpfung der Schuldenkrise wird bei der Europäischen Zentralbank (EZB) einem Zeitungsbericht zufolge derzeit der Aufkauf fauler Kredite aus Südeuropa geprüft. Zahlreiche Notenbanker seien dafür, entsprechende Darlehen aufzukaufen, berichtete die Zeitung „Die Welt“ am Mittwoch laut Vorabbericht unter Berufung auf Notenbankkreise. Damit würde die Zentralbank jedoch in den Augen von Kritikern ihr Mandat verletzen und erhebliche Verlustrisiken eingehen.

Unternehmen in Euro-Krisenstaaten wie etwa Spanien oder Italien haben enorme Probleme, Kredite zu bekommen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte nach der Senkung der Leitzinsen auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent in der vergangenen Woche weitere Initiativen zur besseren Kreditversorgung der Unternehmen angekündigt.

Er erklärte, dass mit verschiedenen europäischen Institutionen darüber beraten werde, wie der Markt für forderungsgesicherte Wertpapiere (asset-backed securities, ABS) angeschoben werden könne. Dort können Banken ihre mit Sicherheiten wie Immobilien versehenen Unternehmenskredite zu Paketen schnüren und diese am Markt verkaufen.

Anders als bisher bekannt gehe es der EZB nicht nur darum, die Rahmenbedingungen für solche Kreditverbriefungen zu verbessern, berichtete „Die Welt“. Im Gouverneursrat werde darüber diskutiert, ob die Zentralbank nicht selbst solche ABS-Papiere aufkaufen könnte.

Eine Mehrheit im EZB-Rat für einen solchen Vorstoß sei gut möglich. Es gebe jedoch auch erbitterte Gegner der Maßnahme. Die EZB war zunächst nicht zu einer Stellungnahme erreichbar.

Kommentare zu " Medienbericht: EZB prüft Kauf von faulen Krediten aus Südeuropa"

Alle Kommentare
  • Die Angriffe von Teilen der französischen Linken auf Deutschland finden laut Bericht des Handelsblattes gestern wenig Echo in der französischen Bevölkerung. Angeblich hat Merkel bei dieser mit 58% mehr Zustimmung als diese Traumtänzer. Ich vermute deshalb, dass die nationalistischen Ausfälle der französischen Linken vor allem Rückzugsgefechte sind, die vor allem beweisen, dass denen das Wasser bis zum Hals steht, sie sich gehörig in die Sackgasse manövriert haben und sich selbst in den ungeignetsten äußeren Feind dankbar hineinsteigern können.

    Prof. Sinn weißt heute in der FAZ im übrigen mit Recht darauf hin, dass die Angriffe auf Deutschland letztlich ein Stellvertretergefecht sind und eigentlich dem Markt gelten, denn dieser fordert ja letztlich die nachhaltige Finanzpolitik bzw. bestraft eine fehlende mit Risikoaufschlägen. Deutschland ist nur gezwungenermaßen dessen Sprachrohr, weil es von irren, sich als Volksvertreter ausgebenden Polittölpeln illegal in die Haftung für souveräne Völker verwickelt wird.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/gastbeitrag-von-hans-werner-sinn-die-argumente-von-george-soros-stechen-nicht-12175742.html

  • Es brodelt gewaltig, nicht nur in der EZB. Der Euro entwickelt sich zum Unfriedensprojekt auf allen Ebenen.

    ------

    Frankreichs Linke träumt von Bund gegen Deutschland

    In Frankreich geht die Angst um, in eine europäische Statistenrolle verbannt zu werden. Die Linke im Land träumt deshalb von einem "lateinischen" Bund mit Spanien und Italien – gegen Deutschland.

    http://www.welt.de/kultur/article115976016/Frankreichs-Linke-traeumt-von-Bund-gegen-Deutschland.html

  • Komisch ist, dass bei den massiven Entwertungen in Deutschland Merkel, Schäuble, Steinbrück, Gabriel und Trittin nicht zu hören sind!!! Das spricht doch Bände, dass man diese massiven Entwertungen einfach hinnimmt und schweigt. Das Wahlvolk kann ja nur noch die AfD wählen, weil alle Altparteien maßlos versagen.

  • Diese EZB zerstört bewusst die deutschen Spareinlagen, die privaten Vorsorgen wie Renten und Lebensversicherungen. Diesen Irrsinn dürfen die Bürger nicht mehr wählen. Darum AfD für Deutschland, damit der Irrsinn aufhört!

  • Und Sie glauben, eine Wasserversorgung, die von denen "gemanagt" wird, die sich am Berliner Flughafen, an der Elbphilharmonie oder an Stuttgart 21 versuchen, taugt was? Wie wäre es, wenn der Staat als Schiedsrichter und nicht als Mitspieler sich darauf besinnt, kompetente Auftragnehmer in transparenten Verfahren auszusuchen, was er dann kontrollieren möchte und wie er sie effizient und wirksam kontrollieren kann. Wenn er mal wieder versucht, es selbst zu machen, wird es erstens nichts und zweitens teuer. Das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint", deshalb darf die Politik nicht im eigenen Saft kochen, losgelöst von jeglichen Realitäten.

  • Die Plünderer hocken auch in Berlin - man lese die Parteitagsbeschlüsse der Grünen: nach dem steuerlichen Blutbad, das die SPD plant, ist das eine Blutorgie. Die "Reichen" sollen komplett geschröpft werden, und "reich" ist nach Grünen-Lesart jeder, der noch nicht vom Staat und von Staatsknete abhängt. Unter anderem Vermögenssteuer auf die private Altersvorsorge - aber natürlich nicht auf die Pensionsansprüche, deren Barwert für einen kleinen Lehrer ca 1,3 Mio € ausmacht. Mit Hilfe der neuen MWSt auf Finanzdienstleistungen wird es nach Steuern und Inflation unmöglich werden, sich eine private Altersvorsorge überhaupt aufzubauen. Merke: Nur ein €, der durch die Hände des Staates bzw der Parteien geht, ist ein guter €.

  • Europa, Südeuropa ist auf guten Weg. Das müßten die Gauner in Berlin doch jetzt wieder einmal in die Welt posaunen. Aber wir sind im Wahlkampf und da schweigt man besser. Die Bürger/innen könnten ja hellhörig werden und denen die Rote Karte zeigen.

  • Das Problem des Euro und sein Totenschein, war der Bruch des Masstricht-Vertrages und in Folge dessen die Insolvenzverschleppung in GR. Diese hat nichts gebessert, sondern das Siechtum verlängert und die notwendige Bereinigung nur verschoben. Es ist der alte (sicher menschlich verständliche) Traum, Herr über Leben und Tod zu sein ("Primat der Poltik"), der schleichend in die Planwirtschaft und letztlich in den System-Bankrott führt.

    Seit Ende der 70er Jahre versucht man, zunächst Schulden finanziert und jetzt mittels Gelddrucken die Zeit zu überlisten und nicht mehr Lebensfähiges vor der schöpferischen Zerstörung zu bewahren. Erreicht hat man nur die Aufkumulierung des Zesrtörungspotentials, welches sich in einem gewaltigen deflationären Schock entladen wird. Die Backwardation des Goldes, also der Zeitpunkt an dem die Herren des Papiers und der Leerversprechen die Macht über den Goldpreis verlieren, wird das Signal für die anstehende Bereinigung und den Neuanfang sein. DANN ist Solidarität gefragt, will sich die Menschheit nicht im Grabenkrieg des mein und dein selbst verlieren und zerstören.

  • Das, meine Damen und Herren, ist das Machwerk des unrechtmäßig im EZB-Direktorium sitzenden Franzosen Benoît Coeuré. Bankster Draghi hat ihn geschickt gegen Asmussen unterstützt. Coeuré ist ein erklärter Gegner der Bundesbank. Lesen Sie nach! Wohin der illegale Umbau der EZB nach französischen Vorstellungen führt, kann man jederzeit an der Geschichte des Francs ablesen.
    Klar, dass Draghi dafür eine Mehrheit findet, denn die Geber sind von Nehmern umzingelt.
    Der Euro spaltet Europa!

  • Unsere Parteiendiktatur cducsuspdpdsgrunelinke steht fest zu den Plünderern aus Paris und Brüssel. Das Deutsche Volk interessiert die nicht, wichtig sind nur die Abgaben und die Arbeit des Steuerviehs und möglichst viele "Zuwanderer".

Serviceangebote