Medienbericht
In Sellafield ist möglicherweise 2010 Schluss

Die erst vor neun Jahren in Betrieb genommene Atommüll-Aufbereitungsanlage im britischen Sellafield wird nach einem Zeitungsbericht bis 2010 geschlossen. Zu der bei Umweltschützern umstrittenen Anlage im Nord-Westen Englands liefern auch deutsche Betreiber ihren Atommüll.

Reuters LONDON. Die Betreibergesellschaft wolle die Thorp-Anlage (Thermal Oxide Reprocessing Plant) in eine Lagerstätte für Atommüll umwandeln, berichtete die britische Tageszeitung „The Guardian“ am Dienstag. „Wir hoffen, dass sie (die Anlage) in einem positiveren Licht gesehen wird“, zitierte das Blatt Sellafield-Direktor Brian Watson. Die Wiederaufbereitungsanlage war 1994 für 1,8 Mrd. Pfund errichtet worden.

Dem Blatt zufolge lagern in Sellafield derzeit 75 Tonnen Plutonium und 3 336 Tonnen Uran. Für diese gebe es offensichtlich keine Verwendung. „Es wäre sehr hilfreich für unsere Situation, wenn die Regierung einige Entscheidungen treffen würde, was wir mit dem Ganzen machen sollen“, sagte Watson der Zeitung.

Aus Deutschland wird Atommüll außer nach Sellafield auch in die Atommüllaufbereitungsanlage im französischen La Hague transportiert. Die Transporte waren regelmäßig von Protesten der Anti-Atom-Bewegung begleitet worden. Die neben der Wiederaufbereitungs-Anlage aus weiteren Komplexen bestehende Anlage in Sellafield steht seit Jahrzehnten in der Kritik von Umweltschützern, die den Betreiber eine Verstrahlung der Umgebung vorwerfen.

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