Medienbericht
Iraker lassen Top-Terrorist laufen

Irakische Sicherheitskräfte haben offenbar eine große Chance im Kampf gegen den Terror im Land verpasst. Sie sollen den Terroristenführer Abu Mussab al Sarkawi bereits im vergangenen Jahr gefasst haben - und ließen ihn versehentlich gleich wieder frei.

HB BAGDAD. Die Polizisten hätten Sarkawi nicht erkannt und ihn so einfach wieder laufen lassen. Das berichtete der US-Sender CNN mit Berufung auf den stellvertretenden Innenminister Hussein Kamal. Nähere Einzelheiten zur Festnahme des Führers von El Kaida im Irak nannte der Minister demnach nicht.

Der Bericht konnte zunächst nicht bestätigt werden. Ein Regierungsvertreter in Washington erklärte, US-Geheimdienste hielten die Angaben für plausibel. Al Sarkawi wird für zahlreiche Anschläge und Entführungen im Irak verantwortlich gemacht. Mehrfach soll er US-Truppen im Irak in letzter Minute entkommen sein. Auf ihn ist ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (20,1 Millionen Euro) ausgesetzt.

Bereits im vergangenen Februar soll es US-Truppen beinahe gelungen sein, Sarkawi zu fassen. Er soll damals in einem Lastwagen gefahren sein. Die US-Streitkräfte hatten vorher einen Hinweis bekommen und observierten den Wagen mit einer unbemannten Drohne. Als die Soldaten den Fahrer nach mehreren Kilometern stoppen konnten, war Sarkawi bereits geflüchtet. Jedoch wurde in dem Fahrzeug ein Computer gefunden. Die darin befindlichen Dateien wiesen auf eine regelmäßige Korrespondenz zwischen Sarkawi und Osma bin Laden hin.

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