Medienbericht

Experten helfen Iran bei Atomwaffen

Dank einem früheren sowjetischen Waffenspezialisten soll Iran kurz vor dem Durchbruch beim Bau von Atomwaffen stehen. In Israel gibt es Gerüchte über einen möglichen Angriff auf den Mullah-Staat - Russland ist alarmiert.
Update: 07.11.2011 - 14:34 Uhr 36 Kommentare
Laut „Washington Post“ soll ein früherer sowjetischer Wissenschaftler Iran zum entscheidenden Durchbruch beim Atomwaffenbau verholfen haben. Quelle: action press

Laut „Washington Post“ soll ein früherer sowjetischer Wissenschaftler Iran zum entscheidenden Durchbruch beim Atomwaffenbau verholfen haben.

(Foto: action press)

Wien/Washington/Kairo/MoskauKurz vor der Veröffentlichung eines neuen Berichts der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) zum iranischen Atomprogramm in den kommenden Tagen nähren internationale Medien den Verdacht, dass Teheran an Kernwaffen arbeitet. Unter Berufung auf nicht namentlich genannte westliche Diplomaten und Atomexperten berichtete die „Washington Post“ am späten Sonntagabend, der frühere sowjetische Atomwissenschaftler Wjatscheslaw Danilenko habe dem Iran dabei mindestens fünf Jahre lang offenbar entscheidend geholfen.

Entsprechende neue Geheimdienstinformationen würden den Mitgliedern der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien am Dienstag oder Mittwoch vorliegen. In Israel wird intensiv über die Möglichkeit diskutiert, die „iranische Bombe“ mit einem Militärschlag zu verhindern. Russland hat deswegen vor einem möglichen Angriff auf den Iran gewarnt.

Der frühere sowjetischer Waffenspezialist habe Teheran über mehrere Jahre bei der Entwicklung hochpräziser Sprengzünder geholfen, berichtete die Zeitung am Montag. Der Iran habe zudem von technischem Know-How aus Pakistan und Nordkorea profitiert, zitiert das Blatt die Experten. Die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) will diese Woche einen detaillierten Bericht über das iranische Atomprogramm veröffentlichen. Darin sollen auch Informationen sein, die auf ein Computermodell eines Atomsprengkopfes hindeuten.

Israel und der Westen vermuten seit langem, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms auch Atomwaffen entwickelt. Die iranische Führung bestreitet, an einer Computersimulation für Atomsprengköpfe zu arbeiten und attackierte die westlichen Staaten verbal. Außenminister Ali Akbar Salehi wies die Anschuldigungen als haltlos zurück.

Westliche Diplomaten erwarten, dass der für Dienstag angekündigte IAEA-Bericht konkrete Hinweise auf eine militärische Dimension des iranischen Atomprogramms enthalten wird. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi hatte indes bereits am Wochenende erklärt, der Bericht beruhe auf „falschen Dokumenten“.

Israel geht dagegen von einem weit fortgeschrittenen Programm aus. Der israelische Staatspräsident Schimon Peres sagte in einem Fernsehinterview, der Iran könnte in nur sechs Monaten eigene Atomwaffen haben. Das Land hat deutlich gemacht, dies notfalls mit militärischen Mitteln verhindern zu wollen: Ein Angriff Israels und anderer Länder werde „immer wahrscheinlicher“. Er sei eher zu erwarten als eine diplomatische Lösung
mit dem Iran, sagte Peres.

Russland und Iran warnen USA und Israel
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36 Kommentare zu "Medienbericht: Iran steht kurz vor dem Bau der Atombombe"

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  • mann. energieelite. spinn nun mal nicht so rum. ein paar militante islamisten wirds immer geben. aber alle über einen kamm zu scheren ist doch blödsinn. wenn israel die lunte zündet, dann ists vorbei mit dem schönen leben. immer noch nicht kapiert?????? aber diesmal wirds nicht so wie nach dem 1. und 2. wk sein, dass die luntenzünder (dazu zählen sie wohl auch) einfach so davon kommen. anonymos und 99% haben die schnauze gestrichen voll und werden hart durchgreifen. da war die frz. revolution ein witz dagegen, was dann den eliten passieren wird.

  • Was die Amis nicht alles tun um den Dollar zu retten !
    Hätte man nicht das Theater mit Grichenland losgetreten, wäre der Dollar jetzt wohl schon im Eimer. Der Dollar ist jetzt nur im Moment aus dem Schneider, weil des dem Euro schecht geht. Das hatten wir doch schon mal.
    Aber Griechenland und der Euro reichen nicht, man muß noch zusätzlich den Oelpreis hochtreiben wie im Iran. Es geht nicht darum, das Oel zu förder, es geht darum das Oel versiegen zu lassen, denn es gibt genug davon.

  • Israel hat immer bestritten Atombomben zu besitzen auch der Iran bestreitet eine Atombombe zu bauen.Wenn beide Länder keine Atomwaffen besitzen wo ist da das Problem?

  • @energieelite

    >> Wenn an einen Angriff gedacht wird,
    >> dann muss er JETZT kommen !!!

    Ahem, darf ich das mal übersetzen mit: "Nicht lang' dr'rüber nachdenken, Augen zu und durch ..." Egal, was am Tag danach los ist?

    Die Vorstellung, daß Israel ohne massivstes Aufgebot an Flugzeugen alle Ziele gleichzeitig zerstören könnte, sieht man einmal davon ab, daß ein Teil dieser Ziele unterordisch, also nur mit Bunkerbrechern ausgeschaltet werden könnten, ist _aberwitzig_. Auf so ein Abenteuer kann man sich wirklich nur einmlassen, wenn man die Augen vor der Realität verschließt, die Finger hinter dem Rücken kreuzt und glaubt, daß "Toi Toi Toi" schon irgendwie ein gutes Mantra ist.

    Vor einem halben Jahr gab's zum Thema ein aufschlussreiches "Au dessous des cartes" bei arte. Danch sollte man eigentlich verstanden haben, daß es mit "Augen zu und durch" _nicht_ gehen wird-

    Zumal Israel es unter keinen Umständen alleine machen kann - und ich kann nicht erkennen, daß sich Amerika und GB in ein neues Abenteuer stürzen würden.

    So blöd für einen Quickie in der Besenkammer sind die dann doch nicht, die wissen, was dabei herauskommt.

  • Die Hamas lehnt eine Zweistaatenlösung ab; ihre Charta verlangt unter anderem die Beseitigung Israels und die Schaffung eines islamischen Gottesstaats auf dem gesamten ehemaligen Mandatsgebiet Palästina zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan.

    Power by Wikipedia

  • -II-

    borkum Principiis obsta. Sero medicina parata, cum mala per longas convaluere moras.
    „Wehre den Anfängen! zu spät wird die Medizin bereitet, wenn die Übel durch langes Zögern erstarkt sind.''

    Dies wurde für alle moslemischen Führer zum Leitbild und ist auch heute, angefangen bei Arafat und Khomeini bis hin zum iranischen Führer Ahmadinedschad und Hisbollah- Chef Nasrallah und den Hamas- und Fatah- Palästinensern, Grundsatz der Verhandlungen mit Israel.

    Leider nehmen westliche Politiker dieses islamische Dogma nicht ernst, obwohl sie vor ihrer eigenen Haustür sehen, dass die Moslems immer militanter werden und die Doktrin, das keinen dauerhaften Frieden mit Nichtmoslems duldet, anstreben. Das geht nicht nur Israel etwas an, sondern alle nichtmoslemischen Länder.

    Aus islamischer Sicht betrachten die Araber daher das 1993 mit Israel abgeschlossene Oslo-Abkommen als Hudna-Abkommen, das sie mit Mohammeds Hudna-Abkommen vergleichen, das er 628 mit den Bewohnern von Mekka, den Koraschiten abgeschlossen hatte. Doch nachdem Mohammed eine große bewaffnete Anhängerschaft um sich geschart hatte, griff er 638 die Koraschiten an und ließ alle Bewohner von Mekka töten.

  • Wow, was Sie alles wissen, sogar die Programmierung der Zielkoordinaten der Raketen, welche waren das noch genau ?

  • borkum Principiis obsta. Sero medicina parata, cum mala per longas convaluere moras.


    Warum ist es so schwierig, Frieden zwischen Israel und den Arabern zu schaffen

    Für die Moslems besteht die Welt nur aus Gläubigen und Nichtgläubigen. Mit den Gläubigen sind die Moslems gemeint und mit den Ungläubigen die Nichtmoslems. Der Auftrag der Moslems besteht darin, die Nichtmoslems zu Moslems zu machen. Wenn es nicht per Mission gelingt, dann durch den Heiligen Krieg.

    Einen permanenten Frieden zwischen Moslems und Nichtmoslems kann es nicht geben, allenfalls einen zeitlich begrenzten Frieden, den die Moslems Hudna nennen, was so etwas wie ein Waffenstillstand ist. Der aber ist nur erlaubt, wenn Moslems den Nichtmoslems unterlegen sind. Die Hudna-Zeit nutzen sie dann, um aufzurüsten, um schlussendlich den Sieg über die Nichtmoslems erringen zu können.

    Ein Dauerfrieden im Sinne des westlichen Völkerrechts ist folglich zwischen der Welt des Islams und der Welt der Nichtmoslems nicht möglich. Daher kann es auch einen wirklichen Frieden nach der Vorstellung des Westens zwischen den Arabern/Moslems und Israel nicht geben, denn alles, was die Moslems unter Frieden mit Nichtmoslems verstehen und zulassen, ist eben nur der Hudna-Frieden, der aber ist nur ein Waffenstillstand mit dem Charakter der Vorläufigkeit.

  • Weil Persiens Interkontinental Raketen Europa erreichen können und werden .
    Die Primärziele sind in den Trägersystemen einprogrammiert , Europa gehört dazu !

  • Mit dieser Meinung scheinen sie allein zu sein !

    Russland fürchtet iranische Atomwaffen

    Der russische Präsident Dmitri Medwedew ist besorgt über das iranische Atomprogramm und eine mögliche Verbreitung von Atomwaffen in Nahost. In einem Interview warnte er, dass eine iranische A-Waffe eine «gefährliche Kettenreaktion» auslösen könnte.
    (sda/dpa) «Ich würde mir sehr wünschen, dass das iranische Atomprogramm ausschliesslich friedlichen Zwecken dient, allerdings ist mir völlig klar, dass sie hartnäckig eine Reihe anderer Ziele verfolgen», sagte Medwedew im Interview des «Wall Street Journal» vom Freitag, das von der Agentur Interfax verbreitet wurde.

    Sollte daraus der Bau einer Atombombe resultieren, «wäre dies ein sehr grosses Problem für den Nahen Osten». Sollte Iran tatsächlich - wie vom Westen befürchtet - unter dem Deckmantel seines umstrittenen zivilen Atomprogramms an einer Atombombe bauen, könnte dies nach Medwedews Meinung zu einer gefährlichen Kettenreaktion führen. Gefahr steigt um ein Hundertfaches.........

    http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/russland_fuerchtet_iranische_atomwaffen_1.6144899.html

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