Medienbericht
Nach Übersee-Zahlen steht Hollande vor Sarkozy

Nach ersten Auszählungen aus Übersee liegt François Hollande deutlich vor seinem Konkurrenten Nicolas Sarkozy. Die Wahlbeteiligung ist bei der heutigen Stichwahl deutlich höher als noch vor zwei Wochen.
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Brüssel / ParisBei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich hat der Sozialist François Hollande laut belgischen Medien in mehreren Überseegebieten Frankreichs die meisten Stimmen geholt. Dies berichteten der belgische Rundfunk RTBF und die belgische Zeitung „Le Soir“ am Sonntag übereinstimmend.

In Guadeloupe erreichte Hollande demnach 71,9 Prozent der Stimmen. Die sozialistische Kandidatin Ségolène Royal hatte 2007 dort 51 Prozent bekommen. Nicolas Sarkozy fiel von damals 49 auf jetzt 28 Prozent zurück.

In Martinique verbesserte Hollande das Ergebnis von Royal von damals 60 auf 68 Prozent. Sarkozy fiel dagegen von 39 auf 31 Prozent. In Saint-Pierre et Miquelon schnitt Hollande ebenfalls besser ab und erreichte 65 Prozent (Royal: 61 Prozent). Der konservative Sarkozy fiel von 39 auf 35 Prozent.

Bei den Zahlen, die in Frankreich nicht vor 20.00 Uhr veröffentlicht werden dürfen, handelt es sich laut belgischen Medien um endgültige Auszählungsergebnisse. Knapp 900.000 der rund 46 Millionen wahlberechtigten Franzosen in den Überseegebieten durften bereits am Samstag abstimmen.

Die Wahlbeteiligung ist nach ersten Schätzungen höher als bei der ersten Runde vor zwei Wochen. Bis Mittag hätten 30,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte das Innenministerium mit. In der ersten Runde lag die Beteiligung um diese Zeit bei 28,3 Prozent. In der Stichwahl 2007 zwischen dem Konservativen Nicolas Sarkozy und der Sozialistin Ségolène Royal hatten mittags allerdings bereits 34,1 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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