Medienbericht
Nato-Kommandeur in Kabul warnt vor Anschlagsgefahren

Der Nato-Kommandeur der internationalen Schutztruppe in Kabul, General Götz Gliemeroth, hat vor einer seiner Einschätzung nach gestiegenen Gefahr von Terroranschlägen in Afghanistan gewarnt.

Reuters BERLIN. Der „Financial Times Deutschland“ sagte der deutsche General laut Vorabmeldung der Ausgabe vom Mittwoch, zunehmend seien es nicht nur Afghanen oder Bürger aus den Nachbarländern, die terroristische oder aufständische Aktionen in Afghanistan durchführten. Es gebe mittlerweile eine „erkleckliche Zahl von Arabern“, etwa aus dem Jemen, oder auch Tschetschenen, die nach Afghanistan in Marsch gesetzt worden seien und als „hoch professionell“ angesehen werden könnten.

Wegen der „höheren punktuellen Gefährdung“ müssten die Nato-Partner vor einer Erweiterung des Einsatzgebietes der Kabul-Schutztruppe Isaf deshalb sicherstellen, dass die Nato-Staaten im Fall einer Krise eine Schutzfunktion für militärisches und ziviles Personal bereit stellen könnten, forderte Gliemeroth. Und alle Beteiligten müssten sich auch darüber klar sein, was dies für den Betrieb und die Bereitstellung von Ressourcen bedeute.

Am Dienstag hatte sich das Kabinett in Berlin im Grundsatz darauf verständigt, das deutsche Engagement in Afghanistan über die Hauptstadt Kabul hinaus auszudehnen. Voraussetzung soll allerdings ein zuvor geändertes Mandat des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (Uno) sein, bevor es einen förmlichen Kabinettsbeschluss und eine Entscheidung des Bundestages gibt. Der Zeitplan dafür ist nach offiziellen Angaben noch offen.

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