Medienbericht
Scharons Ärzte sollen Fehler eingeräumt haben

Die Ärzte von Ariel Scharon haben laut Medienberichten erstmals eingeräumt, den Ministerpräsidenten vor seinem schweren Schlaganfall am 4. Januar falsch behandelt zu haben. Die behandelnde Klinik wies den Bericht jedoch als Fehlinterpretation zurück.

HB JERUSALEM. Nach einem leichteren Hirnschlag zwei Wochen zuvor erhielt Scharon blutverdünnende Mittel. Diese könnten den zweiten Schlaganfall, der von massiven Hirnblutungen begleitet war, verursacht haben, zitierte der israelische Sender Kanal 2 aus einem medizinischen Bericht. Einer der Ärzte, Joram Weiss, spricht in dem Interview von einem „großen Fehler“.

Die Jerusalemer Hadassah-Klinik, in die Scharon gebracht worden war, wies den Bericht als Fehlinterpretation zurück. Die Ärzte hätten keineswegs Fehler eingeräumt. Im Gegenteil hätten sie gesagt, dass die Entscheidungen und die Behandlung korrekt gewesen seien und falls notwendig wiederholt würden.

Scharon erhielt in den Wochen vor seinem zweiten Schlaganfall, seit dem er im Koma liegt, täglich zwei Injektionen eines stark blutgerinnungshemmenden Mittels. Er sollte am 5. Januar am Herzen behandelt werden, um die Ursache des ersten Hirnschlags zu beheben. Derzeit befindet sich Scharon, der inzwischen von seinem langjährigen Vertrauten Ehud Olmert als Ministerpräsident abgelöst worden ist, in einem vegetativen Zustand, berichtete Kanal 2. In den kommenden Tagen solle der 78-Jährige vom Krankenhaus in eine Einrichtung zur Langzeitpflege nach Tel Aviv verlegt werden.

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