Medienbericht
Standorte für Patriot-Raketen in Türkei stehen fest

Im türkischen Grenzgebiet zu Syrien sollen Abwehrraketen stationiert werden. Die Stationierungsorte für den Patriot-Einsatz stehen offenbar schon fest. Die Pläne könnten wesentlich früher beginnen als erwartet.
  • 0

IstanbulFachleute der NATO und der türkischen Armee haben sich nach dem Bericht eines türkischen Nachrichtensenders auf die Stationierungsorte der deutschen und niederländischen Patriot-Raketenabwehr im Grenzgebiet zu Syrien geeinigt. Zwei Patriot-Batterien der Bundeswehr und ein System der niederländischen Armee würden in den südostanatolischen Provinzen Malatya, Gaziantep und Diyarbakir aufgestellt, berichtete der türkische Sender NTV am späten Sonntagabend unter Berufung auf NATO-Kreise. Die formelle Stationierungsentscheidung des Bündnisses wird in dieser Woche erwartet.

Der Patriot-Einsatz werde von der NATO-Basis im rheinland-pfälzischen Ramstein aus geleitet, meldete NTV weiter. Zudem werde es eine Kontrollbasis in der Türkei selbst geben. Die Türkei hatte die Stationierung der Systeme beantragt, um mögliche Raketenangriffe aus dem Unruheland Syrien abwehren zu können. Laut NTV sollen die Patriots anfliegende Raketen bis zu 80 Kilometer tief auf syrischem Territorium orten und bekämpfen können.

Deutsche, niederländische und US-Experten hatten vergangene Woche in der Türkei gemeinsam mit türkischen Militärs nach geeigneten Stationierungsorten für die Patriots gesucht. Der Bundestag soll Mitte Dezember über den Einsatz deutscher Soldaten an der türkisch-syrischen Grenze entscheiden. NTV meldete jedoch unter Berufung auf NATO-Kreise, die Stationierung könne bereits ab dem 9. Dezember und damit wesentlich früher als bisher erwartet beginnen.

 
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: Standorte für Patriot-Raketen in Türkei stehen fest"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%