Medienbericht
Syrische Chemiewaffen könnten schneller zerstört werden

Syrien besitzt mehr als tausend Tonnen Chemiewaffen. Ein Großteil dieses Arsenals ist allerdings nicht nutzbar. Das könnte die Zerstörung der Waffen deutlich vereinfachen.
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New YorkDie syrischen Chemiewaffen könnten womöglich schneller und einfacher vernichtet werden, als bislang angenommen: Die „Washington Post“ zitierte am Donnerstag aus einem vertraulichen US-russischen Bericht, wonach der Großteil des Arsenals „nicht nutzbar“ sei, weil die Bestandteile getrennt voneinander aufbewahrt würden. Binnen neun Monaten könnten die Bestände unschädlich gemacht werden, heißt es laut „Washington Post“ in dem von Waffenexperten erstellten Bericht für das Weiße Haus.

Damaskus verfügt demnach über mehr als tausend Tonnen Chemiewaffen. Dazu gehörten 300 Tonnen Senfgas. Beim Rest handele es sich um flüssige chemische Komponenten, sogenannte Vorläuferstoffe, die getrennt voneinander aufbewahrt würden. Sie würden erst unmittelbar vor einem Einsatz vermengt, schreibt die Zeitung. Wegen der getrennten Lagerung sei auch das Risiko geringer, dass gefährliche C-Waffen in die Hände von Extremisten gelangen könnten.

Syriens Machthaber Baschar al-Assad will einen US-russischen Plan zur Vernichtung seiner Giftgasbestände akzeptieren, um einen angedrohten Militärschlag abzuwenden. Eine entsprechende UN-Resolution mit einem klaren Zeitplan soll bald vom UN-Sicherheitsrat verabschiedet werden, nachdem sich Moskau und Washington nach wochenlangem Ringen auf einen Entwurf einigen konnten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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