Medienbericht
Tibetischer Mönch stirbt nach Folter

Nach Medienberichten ist ein tibetischer Mönch in chinesischer Haft ums Leben gekommen. Er sei geschlagen und gefoltert worden. Er sei verhaftet worden, weil es für die Unabhängigkeit Tibets protestiert habe.
  • 0

Peking Ein tibetischer Mönch ist nach Medienberichten in chinesischer Haft ums Leben gekommen. Der 32-Jährige sei im Polizeigewahrsam geschlagen und gefoltert worden, meldete der US-Sender Radio Free Asia (RFA) am Donnerstag unter Berufung auf einen in Indien lebenden Exil-Tibeter. Der Mönch sei Ende Mai unter dem Vorwurf festgenommen worden, an einem Regierungsgebäude in der südwestchinesischen Provinz Sichuan Plakate für die Unabhängigkeit Tibets angebracht zu haben. Nach seiner Festnahme habe die Polizei versucht, ihn zu einem Geständnis zu zwingen. Die Familie wurde demnach einige Tage später informiert, der 32-Jährige sei in der Haft gestorben.

Angesichts der Serie von Selbstverbrennungen aus Protest gegen die chinesische Fremdherrschaft über das Hochland sind in Tibet die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft worden. Seit 2009 haben sich 38 Tibeter in den Provinzen Sichuan, Qinghai, Gansu und der Autonomen Region selbst angezündet. Mehr als 20 kamen dabei ums Leben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht : Tibetischer Mönch stirbt nach Folter"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%