Medienbericht
USA verfolgen nordkoreanisches Schiff

Eine Woche nach Verschärfung der Uno-Sanktionen gegen Nordkorea hat das US-Militär einem Medienbericht zufolge die Fährte eines Schiffs aus dem kommunistischen Land aufgenommen, das möglicherweise Rüstungsgüter an Bord hat. Dem Bericht zufolge können die USA allerdings nicht erzwingen an Bord gelassen zu werden.

HB WASHINGTON. Der Frachter „Kang Nam“ habe am Mittwoch einen Hafen in Nordkorea verlassen und sei möglicherweise auf dem Weg nach Singapur, berichtete der US-Sender FoxNews am Donnerstag unter Berufung auf einen hohen Beamten im US-Verteidigungsministerium. Das Schiff stehe im Verdacht, Waffen, Raketenteile oder nukleares Material zu transportieren.

Nach der Freitag vergangener Woche verabschiedeten Resolution des Weltsicherheitsrats kann nun unter anderem Fracht nach und aus Nordkorea stärker auf verbotene Waffenlieferungen kontrolliert werden. Resolution 1874 ist völkerrechtlich verbindlich und steht unter Kapitel VII der Uno-Charta. Das heißt, dass die Sanktionen notfalls mit Gewalt durchgesetzt werden können. Nordkoreas Verbündeter China hatte an dem Text mitgearbeitet.

Laut „Fox News“ könnten die USA aber nicht erzwingen, an Bord der „Kang Nam“ gelassen zu werden, sondern müssten dazu die Erlaubnis erhalten. Die US-Marine könne auch warten, bis das Schiff zum Auftanken einen Hafen anläuft und dann die Behörden des Landes bitten, die Lieferung von Treibstoff zu verweigern. Der Frachter sei schon früher an Lieferungen von Rüstungsgütern beteiligt gewesen.

Die USA sehen sich derweil angesichts der verschärften Spannungen mit Nordkorea für einen Raketenangriff des kommunistischen Regimes auf ihr Territorium gut vorbereitet. Die japanische Zeitung „Yomiuri Shimbun“ hatte am Donnerstag von möglichen nordkoreanischen Vorbereitungen berichtet, eine Rakete vom Typ Taepodong-2 Richtung Hawaii abzufeuern. „Ohne dass wir ihnen sagen, was wir unternehmen, will ich deutlich machen: Wir sind nötigenfalls in einer guten Position, amerikanisches Territorium zu verteidigen“, sagte US- Verteidigungsminister Robert Gates am Donnerstag.

Die US-Regierung beobachtete die Lage mit Blick auf mögliche Raketenstarts sehr genau, betonte Gates. „Es gibt die Sorge, dass sie eine Rakete in Richtung Hawaii abfeuern könnten.“ Im westlichen US- Staat sei ein Kurz- und Mittelstreckenraketen-Abwehrsystem stationiert. Auch ein amerikanisches Langstreckensystem in Alaska könne auf einen Angriff reagieren, sagte Gates weiter.

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