Medienbericht Weidmann informiert über IWF-Brandmauer

Die G20-Länder hatten sich auf eine Aufstockung des Hilfsfonds des IWF auf mehr als 430 Milliarden US-Dollar verständigt. Deutschlands Beitrag will sich die Bundesbank jetzt vom Haushaltsausschuss bestätigen lassen.
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Bundesbankpräsident Weidmann vor der Bundesbank in Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Bundesbankpräsident Weidmann vor der Bundesbank in Frankfurt am Main.

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MünchenBundesbankpräsident Jens Weidmann soll einem Zeitungsbericht zufolge den Bundestags-Haushaltsausschuss an diesem Mittwoch über die deutsche Beteiligung an der Aufstockung der IWF-Krisenkasse für Staaten in Schieflage informieren. Eine entsprechende Einladung habe der Ausschuss am Dienstag an Weidemann verschickt, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwoch).

Die führenden Industrie-und Schwellenländer (G20) hatten sich in der vergangenen Woche in Washington darauf verständigt, die Brandschutzmauer des Weltwährungsfonds um mehr als 430 Milliarden US-Dollar (325 Mrd Euro) aufzustocken. Mit dem Geld sollen Länder inner- und außerhalb Europas unterstützt werden, die in den Sog der Schuldenkrise geraten.

Von den 150 Milliarden Euro der Euro-Länder steuert Deutschland über die Bundesbank rund 41,5 Milliarden Euro bei. Weidmann fordert laut „SZ“, dass das Parlament den Plan formell mitträgt, weil das finanzielle Risiko beim Steuerzahler liege. Schließlich werde die Bundesbank in diesem Fall nicht aus eigenem Antrieb tätig, sondern auf Bitten der Regierung und als Vertreterin Deutschlands in den IWF-Gremien.

Noch im Dezember jedoch hätten sich Union und FDP dem Wunsch der Bundesbank unter Verweis auf deren Unabhängigkeit verweigert. Ob Weidmann am Mittwoch selbst vor dem Ausschuss erscheint oder einen Vertreter schickt, war dem Bericht zufolge zunächst unklar.

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11 Kommentare zu "Medienbericht: Weidmann informiert über IWF-Brandmauer"

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  • Die Sache mit dem Betreuungsgeld ist doch nur ein Ablenkungsmanöver wie viele der anderen Themen auch.

    Tatsache ist, und das zeigt die Aktion von Weidmann eindeutig, in Berlin war und ist geistige Windstille. Sie verbraten alles. Alles!

    Ist das die späte Rache der Genossin?

    Schlimm ist, dass weder die Oppostion noch ihre internen Parteikollegen die Frau im Zaum halten konnten und können.

    Es ist beschämend, dass ausgerechnet die PIRATEN die politische Hoffnung in Deutschland verkörpern, die gerade erst starten. Eigentlich sind sie ja noch mehr eine Bewegung als eine Partei.

  • Wieder mal eben knapp 42 Mrd. EURO, letzlich, aus des Steuerzahlers Tasche, an die überschuldeten Länder. Weidmann hat Recht, er muss sich absichern. Trotz überlaufender Steuerkassen nimmt Schäuble 2012 schon wieder 34 Mrd. EURO an Krediten auf. Was, wenn die deutsche Wirtschaft mal schlapp macht? Keinerlei Rücklagen für schlechte Zeiten, aber dann gilt die Schuldenbremse, die, wie Griechenland beweist, mit harten Sparmaßnahmen die Wirtschaft weiter ruiniert. Diese Finanzpolitik ist zum Davonlaufen, geht voll zulasten künftiger Generationen. Deutschlands Bevölkerungszahl wird schrumpfen, umsomehr müssen unsere Enkel für andere Länder schuften. Natürlich gibts eine Lösung, deren Weg schon eingeschlagen ist: Inflationieren, was das Zeug hält, damit die Schulden billig werden. Aber natürlich auch mit der Verarmung Deutschlands unsere Lebensqualität. Klar, bis zum normalen Wähler dringt diese Einsicht nicht durch, deshalb weiter so...Während die Rentner zum 1.7.12 +2,18% Erhöhung erhalten, haben sich die BT-Abgeordneten mit +3,6% zum 1.1.12 und mit +3,7% zum 1.1.13 schon 2mal oberhalb der Inflationsgrenze von ca.2,7% bedient. Wie gut, dass dies fast geheim ist.

  • Das Erscheinen vor dem Ausschuss ist ein Muss.
    Sonst ist er ein
    DÖSPADDEL.

  • Weidmann's Einstellung wäre richtig wenn wir eine echte Fiskalunion mit der Währungsunion bekommen hätten. Solange aber die Eurozone nicht auch eine Fisalunion hat, kann nur die EZB den Zusammenbruch vermeiden.
    Eine Währungsunion ohne echte Fiskalunion ist nicht lebensfähig.

  • und um die Ecke vergammeln die Schulen, die Krankenhäuser sind desaströs und die kleinen Rentner stehen bald alle bei der Tafel auf der Kundenliste. Der Steuerzahler wird immer heftiger ausgeblutet. Was solls, nochmal 42Mrd. hier und 50Mrd. dort. Wenn nur eins der Schuldnerländer von der Oppostion regiert werden wird und die, wie angekündigt, nichts zurück zahlen ( Deutschland ist ja eh schuld an deren Krisen ) wird es richtig dünn, das Eis. Nur für unsere Politiker nicht, die sind bestens abgesichert. Unfassbar das Ganze.

  • wir haben schon langsam mehrere rote linien bei diese spielgeldveranstaltung in der eu überschritten. und was macht die csu? sie streitet sich knallhart wegen dem unsinnigen betreuungsgeld, welches sowieso nur ein zusätzlich lobbygeschenk an die werdenden mütter von eliteheinis ist.

  • Das Gute an Weidmann ist, dass er seines Amtes gerecht werden will und wenn dies heisst, seine eigene Position einzunehmen, dann tut er das auch. Obwohl die Umstände wahrscheinlich ziemlich schwierig sind. Nur weiter so, Herr Weidmann!

  • Dieser Meinung kann ich mich nur noch anschließen.
    Danke

  • Na ja, nochmal`s schlappe 42 Mrd. Euro = 84 Mrd Mark. Wir haben es ja, bloß woher nehmen und nicht stehlen? Wisst Ihr überhaupt was das für Summen sind

    IHR SEID NUR NOCH WAHNSINNIG!!!!!

  • Ob Weidmanns Verhalten demokratischen Strukturen geschuldet ist, wage ich nicht zu beurteilen. Fakt scheint allerdings zu sein, dass die Risiken der Erhöhung der IWF-Mittel für die Bundesbank immens sind und Weidmann sich deshalb politisch absichert. Das ist mehr als legitim, da die Bundesbank von der Politik Risiken aufgebürdet bekommt, die sie eigentlich nicht gewillt ist, zu übernehmen. Für mich ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Berlin ein gefährliches geldpolitisches Spiel treibt mit sehr ungewissem Ausgang...

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