Medienberichte
El Kaida warnte Briten vor Anschlägen

Das Terrornetzwerk El Kaida hat einem Zeitungsbericht zufolge vor geplanten Anschlägen in Großbritannien gewarnt. Einige der festgenommenen Verdächtigen sollen dem Geheimdienst MI5 sogar bekannt gewesen sein. Doch die Agenten sahen darin angeblich keine „Top-Priorität“.

HB LONDON. Diejenigen, die euch heilen, werden euch töten", habe ein ranghoher El-Kaida-Vertreter im April den anglikanischen Bischof Andrew White gewarnt, berichtete die Times am Mittwoch. Diese Warnung habe er an einen Beamten im Außenministerium weitergegeben, allerdings nicht mit der genauen Wortwahl, sagte der Geistliche der Zeitung.

"Er erzählte mir, wie sie Briten und Amerikaner zerstören wollten. Er sagte mir, dass die Pläne bereits gemacht seien und dass sie bald die Briten angreifen würden", berichtete White.

Von einigen der acht festgenommenen Terrorverdächtigen habe es Informationen in der Datenbank des Geheimdienstes gegeben, heißt es übereinstimmend in britische Medien. Der „Daily Telegraph“ schrieb unter Berufung auf Regierungskreise, dass keiner der Verdächtigen in einen Zusammenhang mit den Anschlagsplänen gebracht worden war. Nach Angaben der „Daily Mail“ waren dem Geheimdienst vier Verdächtige bekannt, sie wurden aber nicht weiter verfolgt, weil sie keine „Top-Priorität“ gehabt hätten. Sie seien ins Blickfeld der Agenten gerückt, unter anderem weil sie „Verbindungen“ zu Menschen hatten, die unter Beobachtung standen.

Nachdem davon ausgegangen wird, dass alle Hauptverdächtigen gefasst sind, erwägen die Sicherheitsexperten nach Angaben des Senders BBC, die Terrorwarnstufe wieder auf die zweithöchste herabzusetzen. Bisher wurden sieben Männer und eine Frau nach den Autobombenfunden in London und dem Anschlag auf den Flughafen Glasgow festgenommen.

Alle sollen als Ärzte, Medizinstudenten oder im Labor für das staatliche britische Gesundheitssystem gearbeitet haben. Die zwei Männer, die zudem am Dienstag im nordwestenglischen Blackburn festgenommen wurden, werden nicht mehr weiter wegen Terrorverdachts verfolgt, teilte die Polizei mit.

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