Medienberichte
US-Basen in Deutschland an Drohnenangriffen beteiligt

Die Kritik an Drohnen-Angriffen hält an, nun wird ein neues Detail bekannt: US-Militärbasen in Deutschland spielen eine wichtige Rolle bei den Einsätzen in Afrika. Experten sehen darin ein „völkerrechtliches Delikt“.
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BerlinDie US-Luftwaffe steuert Drohnenangriffe in Somalia nach Medienberichten über amerikanische Militärbasen in Deutschland. In einer Flugleitzentrale auf dem US-Stützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein würden Einsätze in Afrika geplant, berichteten die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitag) und das ARD-Magazin „Panorama“.

Über eine Satellitenanlage in Ramstein halte der Pilot in den USA zudem offenbar Kontakt zur Kampfdrohne am afrikanischen Einsatzort. Die Medien zitieren aus einem Papier der US-Luftwaffe: Ohne diese Relais-Station könnten die Angriffe nicht durchgeführt werden.

Die genaue Rolle von Ramstein sei aufgrund der Geheimhaltung nicht in jedem Detail klar, hieß es in den Berichten weiter. Allerdings habe das US-Militär versichert, dass die Verantwortung für alle militärischen Operationen in Afrika beim Einsatzführungskommando „Africom“ liegt. Dieses sitzt seit 2008 in Stuttgart.

Die USA greifen in Ländern wie Somalia, Pakistan und dem Jemen mutmaßliche Terroristen mit unbemannten Flugzeugen an. Menschenrechtler kritisieren die gezielten Tötungen als Verstoß gegen das Völkerrecht. US-Präsident Barack Obama hatte vergangene Woche strengere Regeln für die Angriffe angekündigt.

Den Berichten zufolge wirft die Beteiligung der US-Stützpunkte in Deutschland rechtliche Fragen auf. „Die Tötung eines Terrorverdächtigen mithilfe einer bewaffneten Drohne außerhalb eines bewaffneten Konflikts kann - wenn die Bundesregierung davon weiß und nicht dagegen protestiert - Beteiligung an einem völkerrechtlichen Delikt sein“, sagte der Gießener Völkerrechtler Thilo Marauhn laut „SZ“ und „Panorama“. Die Bundesregierung habe betont, sie habe keinerlei Anhaltspunkte, dass Drohnenangriffe über Deutschland geplant oder durchgeführt würden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wenn die Amerikaner den Deutschen Drohnen liefern, die
    keinen Schutz gegen Zusammenstösse in der Luft verhindern, dann
    fliegen die Amerikaner ihre Drohnen vermutlich ebenfalls ohne
    dieses Hilfsmittel über Deutschland. Aber schon bei R/G flogen Folterflugzeuge über Deutschland und weder Fischer noch Schröder hat das interessiert. Deutschland ist immer noch nicht Souverän und die Amerikaner lassen sich ihre Rechte hier zu tun was sie wollen nicht nehmen. Erst wenn eine Drohne mit Bomben über Deutschland abstürzt, wird man munter werden.

  • Der Ami hat auch eine kleinere Steuerungs-Zentrale auf den idyllischen Seychellen zwecks Angriffe auf Afrika, vor ein paar Monaten haben die einen Drohne in Mahe auf die Nase gelegt beim Landeanflug.

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