Medieninformationen: Offenbar zwei Deutsche im Irak entführt

Medieninformationen
Offenbar zwei Deutsche im Irak entführt

Im Irak sind nach Medieninformationen abermals zwei deutsche Staatsbürger verschleppt worden. Um wen es sich handelt und warum sie sich in dem Land aufhielten, kann nur spekuliert werden. Es wäre nicht die erste Entführung von Deutschen.

HB BERLIN. Über die neuerliche Entführung berichtet die „Berliner Morgenpost“ in ihrer Montagsausgabe unter Berufung auf Angaben aus Sicherheitskreisen. Gegenüber Spiegel Online bestätigten die Kreise das Verbrechen. Eine offizielle Mitteilung steht jedoch aus. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte am Sonntagabend auf Anfrage zu dem Zeitungsbericht lediglich: „Ich kann dazu keine Stellungnahme abgeben.“

Laut der „Berliner Morgenpost“ sind die beiden Deutschen in Bagdad verschleppt worden. Sie sollen sich bereits seit einigen Tagen in Geiselhaft befinden. Die deutschen Sicherheitsbehörden seien bereits aktiv. Einer der Entführten soll familiäre Verbindungen nach Berlin haben.

Spiegel Online berichtet, dass es sich bei den Entführten weder um deutsche Geschäftsleute, noch um Journalisten handele. Es sei noch unklar, warum sich die Entführten in der irakische Hauptstadt aufgehalten haben. Es könne sich um Doppelstaatler handeln.

Im November 2005 war die Archäologin Susanne Osthoff zusammen mit ihrem Fahrer von einer islamistischen Gruppe im Irak entführt worden. Im Januar 2006 wurden dann die beiden Leipziger Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke entführt. In beiden Fällen kümmerte sich ein Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt rund um die Uhr um das Schicksal der Entführten.

Die Geiselhaft von Bräunlich und Nitzschke dauerte im Frühjahr 2006 gut drei Monate. Anfang Mai kehrten die beiden Männer nach Deutschland zurück. Über eine Lösegeld-Zahlung wurde nichts bekannt. Osthoff war Ende 2005 mehr als drei Wochen in der Hand irakischer Kidnapper. Sie wurde am 25. November 2005 zusammen mit ihrem irakischen Fahrer auf dem Weg nach Arbil in der nördlichen Irak- Provinz Ninive von Unbekannten verschleppt. Auch hier wurde über Lösegeld-Zahlungen von deutscher Seite spekuliert.

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